Draft

Mit ihrem 2-Runden-Pick sicherten sich die Miami Dolphins die Dienste von TE Mike Gesicki. Damit war er nach Hayden Hurst der zweite TE der im NFL Draft 2018 ausgewählt wurde. Etwas überraschend nur als zweiter TE, hatte Gesicki bei der Combine mit außergewöhnlichen Zeiten und Weiten auf sich aufmerksam gemacht.

Athletisches Profil

(via playerprofiler.com)

Dermaßen athletische Profile bekommt man nicht alle Tage zu sehen. Es gibt in der ganzen NFL keinen TE mit einem annähernd gleichen Profil. Er hat nicht nur keine Schwächen, seine Werte sind dazu durchgängig im 95%-Bereich oder darüber.

College-Produktion

Die Frage, die sich uns dennoch auftut ist: wie kann es dann sein, dass er nicht wirklich dominant war und er, gemessen an seiner Athletik, erst relativ spät seinen Durchbruch hatte? Die Antwort ist relativ einfach: er hat mit Saquon Barkley und DaeSean Hamilton in der gleichen Mannschaft gespielt. Sowohl Barkley aus dem Backfield, als auch Hamilton als WR teilten sich die Würfe von QB gleichmäßig auf, so dass es schlichtweg nicht möglich war, der Offense seinen Stempfel aufzudrücken. Diese Ehre gebührte Barkley alleine und so betrachtet ist Gesickis nur mittelmäßiges Produktions-Profil zu erklären.

(via sports-reference.com)

Der Abgang von Thomas & Landry

Am wichtigsten ist jedoch, wo er im Endeffekt gelandet ist und was sich dort vor Ort getan hat. In der Off-Season trennten sich die Miami Dolphins vom enttäuschenden Julius Thomas nach nur einem Jahr. Keine 400 Yards bei 42 catches waren einfach zu wenig gewesen. Daneben verabschiedeten die Dolphins auch noch WR Jarvis Landry in Richtung der Cleveland Browns und holten mit Albert Wilson von den Chiefs und Danny Amendola von den Patriots zwei Slot Reciever. Ob es, dem fast 33-jährigen Amendola gelingt, eine wichtige Rolle in der Offense einzunehmen bleibt offen und zwischen Wilson und Gesicki wird es einen Kampf, um die vielen offenen Targets geben, die Landryhinterlassen hat. Die Dolphins sind mit 290 offenen Targets 2. hinter den Baltimore Ravens und einer (oder auch zwei) muss ja diese Targets alle abbekommen – warum nicht Mike Gesicki?

Er ist die klare Nr.1 im TE Depth Chart, bringt sowohl die Geschwindigkeit für längere Routen, die Beweglichkeit für kurze Routen und mit über 2,0 m auch die körperliche Präsenz mit, um sich gegen die kleineren CBs/Ss durchsetzen zu können. Die Dolphins haben ihn sehr weit vorne gedraftet (Top50 Pick) und NFL Teams fühlen sich ihren frühren Draft-Picks gegenüber immer besonders in der Pflicht. Die notwendigen Snaps sind ihm also Gewiss!

Fazit

Der üblichen, lange andauernden, Lernkurve für TE trotzend, wird sich Mike Gesicki schon im ersten Jahr in der NFL durchsetzen. Seine Athletik, die fehlende Konkurrenz auf seiner Position, die Neubelegung der Slot-Reciever mit den vielen offenen Targets, sowie noch nicht genutztes Potential wegen der Anwesenheit Saquopn Barkleys während der College-Zeit, machen ihn zum Top-TE in euren Rookie-Drafts.