#round1

Was haben wir uns für Hoffnungen gemacht! Der neue Heilsbringer, das fehlende Puzzlestück auf dem Weg zum Titel oder das Fundament unseres Neuaufbaus. Die Stimmungslage bei unseren Rookie-Drafts lässt sich so ganz gut zusammenfassen. Im August 2018 sah die Reihenfolge der Rookies (per DynastyLeagueFootball) aus Runde 1 noch so aus:

Rookie Aug2018 - Rookie-Draft 2018 Re-Do #round1

(per dynastyleaguefootball.com)

1.01 – Saquon Barkley, RB

Tendenz: keine Veränderung.

Bedarf keiner großen Erklärung. Er kam als wohl bester Rookie aller Zeiten und wird die Bühne irgendwann mit der „Goldenen Jacke“ verlassen. Wer ihn hat, hat für sehr lange Zeit einen absoluten Superstar im Team.

1.02 – Nick Chubb, RB

Tendenz: großer Sprung nach vorne.

Chubb trauten viele, nachdem er erst eine lange und schwierige Verletzung hinter sich gebracht hatte, im RB-Trio der Cleveland Browns (Hyde, Duke Johnson, Chubb) nicht viel zu. „Wenn, dann im zweiten Jahr“ war der allgemeine Tenor und tatsächlich startete die Saison auch so. Als dann Carlos Hyde nach Woche 6 zu den Jaguars getradet wurde, explodierte Nick Chubb förmlich.

chubb hyde - Rookie-Draft 2018 Re-Do #round1

(per rotoviz.com)

Um die Zahlen in Kontext zu bringen: Chubbs Leistungen ab Woche 7 auf die Saison hochgerechnet hätten ihm zum zweitbesten Rusher der Liga hinter Ezekiell Elliot gemacht. Noch Fragen?

1.03 – Derrius Guice, RB

Tendenz: fällt nur um einen Platz.

Hat sich leider im Pre-Season game schwer verletzt. Wer Guice abschreibt, hat sein Potential nicht verstanden. Wäre in jedem anderen Draft die klare 1.01! Auch schwere Verletzungen sind heutzutage nicht mehr so einschränkend, wie sie es mal waren. Guice kommt zurück und wird ein Star!

1.04 – Phillip Lindsay, RB

Tendenz: aus dem Nichts in den Olymp!

Eine Einladung zum ProBowl wird einem nicht geschenkt und Lindsay hat sie sich allemal verdient. 1278 Yards from scrimmage, 10 TD als Teil des Broncos RB-Trio (Freeman, Booker, Lindsay) und das als undrafted Rookie – Hut ab! Wer ihn gedraftet hat sollte den (leider wertlosen) Titel des „Draft-King“ bekommen und Glückwunsch an die Teamowner, die schnell auf dem Waiver zugeschlagen haben.

1.05 – Kerryon Johnson, RB

Tendez: keine Veränderung.

Die Lions hatten schon lange keinen 100-Yard rusher mehr und Kerryon hat diese Durststrecke beenden können – gleich zweimal diese Saison. Mit 5.7 Yards/Touch teilt er sich Platz 1 mit niemand geringerem als Saquon Barkley. Hier ist ein 1000-Yard rusher in der Mache.

1.06 – Sony Michel, RB

Tendenz: leichter Fall.

Stotternd war der Start, genauso wie die gesamte New England Offense, und auch heute ist noch nicht das Gefühl da, das man einen echten Top-Pick gelandet hat. Aber 931 Yards rushing in nur 13 Spielen lassen auf (noch) bessere Zeiten hoffen. Die Erwartungen an den Top-RB der Patriots sind nun mal hoch.

1.07 – DJ Moore, WR

Tendenz: leichter Anstieg.

Es dauert, bis WR einschlagen und auch DJ Moore ist leider keine Ausnahme. Zu Beginn der Saison noch kein Faktor, hat er sich peu a peu innerhalb des Teams hochgearbeitet und steht jetzt klar an der Spitze des Panthers WR-Corps und wird da auch einige Zeit nicht mehr weggehen. Der beste WR des 2018 Drafts ist ein Lock für die nächsten Jahre auf der Position.

1.08 – Calvin Ridley, WR

Tendenz: leichter Anstieg.

Als „alter“ Rookie (23,7 Jahre zum Zeitpunkt des Saisonstarts) hatte er gleich zu Beginn der Saison überragende Spiele, kam aber in den letzten fünf Wochen nur noch auf 3,4 catches/game und 39,2 yards/game. Am Ende stehen 821 Yards und 10 TD auf der Habenseite, was ein sehr guter Wert für einen Rookie-WR ist.

1.09 – Courtland Sutton, WR

Tendenz: leichter Anstieg.

Wirklich zufrieden kann man nicht sein, speziell nach dem Abgang von Thomas und der Verletzung von Sanders hatte man sich mehr erwartet. Immerhin aber konnte er sich unter allen Rookie-WR sowohl in Air Yards als auch in Yards per Reception an die Spitze setzen und man darf hoffen, das sich mit einer besseren Offense in Denver auch die Leistung von Sutton verbessert.

1.10 – Christian Kirk, WR

Tendenz: leichter Anstieg.

Kirk sollte das Jahr nutzen, um an der Seite von Larry Fitzgerald zu reifen. Das hat er getan, sein großes Potenzial stellenweise aufgezeigt und es ist zu erwarten, dass die Cardinals Offense von hier ab nur noch besser werden kann. Mit dem schwebenden Karriereende von Larry ist Kirk die klare Nummer 1 in Arizona.

1.11 – Anthony Miller, WR

Tendenz: Anstieg.

Nach einer sehr guten Pre-Season sah man auch gute Aktionen von Miller in der Regular Season. Die Chicago Bears sind aber kein passlastiges Team und daher wird sein Upside auch begrenzt bleiben. Ein solider Starter dennoch an der Stelle, wenn ihr ihn gedraftet habt.

1.12 – Rashaad Penny, RB

Tendenz: mittlerer Absturz.

Seattles 1st-Rounder fand sich zu Beginn der Saison auf der Bank wieder und hatte erst spät in der Runde überhaupt sein Potenzial zeigen können. Steht im depth chart aber immer noch hinter Chris Carson und es ist nicht zu erwarten, dass sich das in der nächsten Saison komplett dreht. Nichtsdestotrotz wird er ein Flex-Spieler mit Breakout-Wochen nächstes Jahr sein.

 

Fazit

Zusammenfassend kann man festhalten: auch ein 1st round Rookie ist keine Garantie dafür, dass er als Star-Spieler in der NFL einschlägt und auch ein völlig unbekannter Spieler, wie Lindsay, kann einen großen Einfluss nehmen, wenn er die Möglichkeit dafür bekommt.

Hinweis: als Basis dient dem Ranking eine 12-team, 1 QB, 0.5-PPR Liga

4d54948f131f3d5df9b663a106d7b92e?s=96&d=mm&r=g - Rookie-Draft 2018 Re-Do #round1
Emin

Buffalo Bills seit Mitte 90er und Dynasty Fantasy Football forever. Lieblinge: Derrick Henry und Jerrick McKinnon.