NFL 2020 Mock Draft Runde 1

Es ist soweit. Es ist Draft-Week! Wenigstens etwas, worauf wir uns in dieser Zeit freuen können. Vielleicht könnt ihr es schon nicht mehr sehen. Vielleicht hängt es euch zum Hals raus. Aber ich hab verdammt nochmal einfach Bock drauf, auch einen Mock rauszuhauen. Und ich gehe noch einen Schritt weiter als ihr es von den meisten vielleicht gewohnt seid: Ich mocke zwei Runden! Denn die zweite Runde ist für mich aus Dynasty-Sicht fast noch interessanter, da dort möglicherweise mehr Fantasy-relevante Spieler gepickt werden als in der ersten Runde. Hier im ersten Teil allerdings erst einmal die erste Runde. Die zweite folgt im zweiten Teil. So viel von Captain Obvious. Jetzt hab ich schon wieder endlos geschnackt und nichts gesagt. Halt den Rand, Wohlhage, und ab die Post:

#1 – Cincinnati Bengals – Joe Burrow, QB, LSU

Es geht nicht anders. Keine Überraschungen an #1. Die Bengals müssen und werden diesen Pick machen. Kleine Hände hin oder her, Joe Burrow hat eine der besten College-Saisons ever gespielt und ist der beste Quarterback im Draft. Er ist die leuchtende Hoffnung der Bengals und soll sie in eine goldene Zukunft führen.

#2 – Washington Redskins – Chase Young, DE, Ohio State

Auch hier sind wir wenig überraschend unterwegs. Ich könnte mir vorstellen, dass Washington auch runtertraden wollen würde. Aber garantiert nicht aus den Top 10 raus und in den Top 10 sehe ich bei den Teams keinen passenden Trade-Partner, der es sich erlauben könnte, den Preis zu bezahlen, um an #2 zu kommen. Daher nehmen die Redskins den besten Non-QB im Draft und haben ab jetzt einen Monster-Pass Rusher.

#3 – Detroit Lions – Isaiah Simmons, LB, Clemson

Der erste vielleicht etwas überraschende Pick. Aber beim genauen Betrachten auch wieder gar nicht. Auch die Lions könnten gut runtergehen an dieser Stelle, aber bei den ganzen Gerüchten, dass die Teams große Zweifel an Tuas gesundheitlichem Zustand haben, geht kein Team das Risiko an dieser Stelle ein. Ja, die Lions brauchen dringend CB-Verstärkung. Die Lions können in der Defense aber so ziemlich alles gebrauchen. Warum also nicht einen Spieler nehmen, der alles in der Defense spielen kann?

#4 – Los Angeles Chargers (via NYG) – Tua Tagovailoa, QB, Alabama

Auch wenn ich es eben habe anklingen lassen, dass man viel von „Tua fällt“ hört, glaube ich da nicht wirklich dran. Für mich haben die Chargers fast keine andere Wahl. Justin Herbert wird ihr Stadion nicht füllen. Sie brauchen Sexappeal, um im Haifischbecken L.A. Aufmerksamkeit zu bekommen. Und Tua bringt diesen Glamour. Natürlich unter der Prämisse, dass er spielt. Doch das Risiko müssen die Chargers eingehen. Und müssen auch hochgehen, um das Risiko zu umgehen, dass die Dolphins doch nur mit Rauchbomben gearbeitet haben.

#5 – Miami Dolphins – Justin Herbert, QB, Oregon

Für die Dolphins ist es nach Plan gelaufen. Sie können ganz entspannt auf #5 sitzen bleiben und ihren Wunsch-QB draften. Herbert ist der Prototyp eines NFL QB mit der richtigen Size, Athletik und starkem Arm. Sie müssen ihn auch nicht sofort spielen lassen. Mit Fitzpatrick (oder vielleicht sogar Rosen?) haben sie noch einen soliden Quarterback, der die Brücke sein kann bis Herbert bereit ist.

#6 – New York Giants (via LAC) – Andrew Thomas, OT, Georgia

Auch für die Giants ist es perfekt gelaufen. Sie traden runter, generieren so zusätzliche Picks und erhalten dennoch ihren Tackle. Nach dem teuren Missverständnis mit Nate Solder müssen die Giants hier nachlegen. Thomas ist der beste Left Tackle der Klasse und sollte der löchrigen O-Line sofort helfen können. Daniel Jones dürfte sich freuen.

#7 – Minnesota Vikings (via CAR) – Jeffrey Okudah, CB, Ohio State

Okudah wäre auch für die Panthers ein äußerst interessanter Spieler gewesen, doch haben sie noch einige andere Baustellen, sodass sie die zwei 1st-Rounder der Vikings gerne nehmen. Die Vikings dagegen können ihren großen Need im Backfield erstklassig stopfen. Nach den Abgängen von Alexander, Waynes und der Entlassung von Rhodes hatten sie mehr als nur Bedarf. Mit Okudah hat man zumindest auf einer Seite damit keine Sorgen mehr.

#8 – Arizona Cardinals – Tristan Wirfs, OT, Iowa

Die Cardinals haben in der Off-Season bisher viel getan und Kyler Murray einen ordentlichen Supporting-Cast zur Seite gestellt. Nun verschaffen sie ihm die Zeit, um DeAndre Hopkins und Co. auch anwerfen zu können bevor die D-Line der Gegner in seinem Gesichtsgitter hängt. Wirfs kann rechts und links spielen und sollte der Cardinals-Line sofort mehr Stabilität geben.

#9 – Tampa Bay Buccaneers (via JAX) – Mekhi Becton, OT, Louisville

Der Pick der Jaguars ist prädestiniert für einen Trade. Nach ihnen picken die Browns und die Jets, die ebenfalls Verstärkung auf dieser Position brauchen. Sobald zwei Tackles vor diesem Pick vom Board sind, wird das Telefon der Jags heißlaufen. Hier bekommen die Bucs kalte Füße und gehen auf Nummer sicher, um ihren neuen Star-Quarterback gebührend zu schützen. Becton ist ein Berg in der O-Line der Bucs, an dem Tommy seine Freude haben dürfte.

#10 – Cleveland Browns – Jedrick Wills, OT, Alabama

So wie das Board fällt, werden die Browns den Teufel tun und diesen Pick traden. Ich glaube schneller als die Browns diesen Pick durchgeben war nur Oliver Pocher bei der Parodie jedes Wendler-Videos. Die Browns müssen Baker Mayfield Zeit verschaffen. Nach dem Abgang von Joe Thomas hatte Mayfield in der letzten Saison deutlich mehr Pressure, worunter seine Leistungen auch deutlich litten. Damit Baker den Swag aus seiner Rookie-Saison wieder aufleben lassen kann, braucht er wieder mehr Schutz und Wills ist der letzte der vier großen Tackles, der noch verfügbar ist.

#11 – New York Jets – CeeDee Lamb, WR, Oklahoma

Die Jets gucken jetzt ein bisschen dumm aus der Wäsche. Auch sie hätten – meiner Meinung nach – am liebsten einen der vier O-Liner bekommen, um ihrem jungen QB mehr Zeit zu verschaffen. Das hat nicht funktioniert. Sie könnten natürlich versuchen runter zu gehen und ich denke auch, dass da einige Teams interessiert wären, den Pick der Jets zu bekommen, doch ich entscheide mich jetzt hier dafür, dass sie ihren Alpha-WR draften. CeeDee Lamb, der beste WR der Klasse in meinen Augen, hebt das Receiving-Corps der Jets sofort auf ein neues Level.

#12 – Las Vegas Raiders – Jerry Jeudy, WR, Alabama

Auch die Raiders investieren ihren ersten Pick in diesem Draft in eine neue Waffe für Quarterback Derek Carr. Endlich möchte man fast sagen, wenn man an die Anspielstationen denkt, die Carr in den letzten Jahren erleiden musste. Außerdem bringt Jeudy auch den Glamour mit, den du als neues Team in Las Vegas einfach brauchst.

#13 – San Francisco 49ers – Derrick Brown, DT, Auburn

Nach den Jets gucken nun die 49ers ein wenig bedröppelt. Lamb und Jeudy waren auch ihre beiden Targets. Doch bietet sich den Niners hier noch ein Spieler an, mit dem sie an dieser Position nicht mehr gerechnet haben. Mit Derrick Brown können sie den Abgang von DeForest Buckner sofort kompensieren und die D-Line zu alter Stärke aufpolieren.

#14 – Jacksonville Jaguars (via TB) – Javon Kinlaw, DT, South Carolina

Die Jaguars hatten in der vergangenen Saison eine miserable Defense gegen die Run. # 28 der Liga in Sachen Yards allowed. Mit Javon Kinlaw dürften die gegnerischen Running Backs es weitaus schwerer haben, wenn sie durch die Mitte wollen. Außerdem bringt er auch ordentlich Power mit und kann Druck auf den Quarterback durch die Mitte bringen.

#15 – Denver Broncos – Henry Ruggs, WR, Alabama

Dies ist für alle Beteiligten die beste Option. Für die Broncos, denn sie haben jetzt zwei erstklassige Wide Receiver. Für QB Drew Lock natürlich logischerweise ebenfalls. Aber auch für Sutton und Ruggs ist es ideal, denn die beiden werden sich wenig in die Quere kommen, da sie unterschiedliche Funktionen im Route-Tree ausfüllen. Ruggs ist ein super-athletischer WR, der aber mehr für die tiefen Routen verantwortlich sein wird. Da er aber hochtalentiert ist, werden sich die Gegner darauf einstellen müssen, was underneath Platz für Sutton schafft. Für Fant gilt das natürlich auch. Und das freut alle Fantasy-Owner.

#16 – Atlanta Falcons – C.J. Henderson, CB, Florida

Henderson dürfte der Wunschspieler der Falcons an dieser Stelle sein. Mit ihm bekommt die #22 Pass-Defense der Liga ein gehöriges Upgrade. Die Falcons füllen damit einen Need aus, der nicht zuletzt seit dem Abgang von Desmond Trufant eklatant geworden ist.

#17 – Dallas Cowboys – Trevon Diggs, CB, Alabama

Die Cowboys schnappen sich den kleinen Bruder von Buffalo-WR Stefon. Er hat alle körperlichen und athletischen Voraussetzungen, um ein No.1-CB werden zu können. Als ehemaliger Wide Receiver verfügt er zudem über die nötigen Skills am Ball, um das ein oder andere Big Play mehr generieren zu können als der ein oder andere seiner CB-Kollegen in dieser Klasse.

#18 – Miami Dolphins – Josh Jones, OT, Houston

Nachdem die Dolphins mit dem ersten Pick ihren Quarterback der Zukunft gepickt haben, verschaffen sie ihm nun Protection. Jones ist für mich der beste Tackle in diesem zweiten Tier nach den großen 4 und für Miami der absolut richtige Pick an dieser Stelle.

#19 – Baltimore Ravens (via LV) – Kenneth Murray, LB, Oklahoma

Die Raiders hatten bisher keinen 2nd-Round-Pick in diesem Jahr. Diesen holen sie sich jetzt durch das Traden ans Ende der ersten Runde. Die Ravens hatten auf der LB-Position einige Abgänge zu verkraften. Mit Murray holen sie sich einen sehr athletischen Linebacker ins Team, der als böser Hitter bekannt ist. Er kann die Defense der Ravens noch einmal eine Stufe härter und gefürchteter machen.

#20 – Jacksonville Jaguars – Kristian Fulton, CB, LSU

Nachdem die Jaguars mit ihrem ersten Pick ihre Defense upfront verstärkt haben, investieren sie ihren zweiten Pick ins Defensive Backfield, wo sie nach den Abgängen von Bouye und Ramsey großen Bedarf haben. Fulton bringt alles physisch und athletisch alles mit und kann zusammen mit Neuzugang Rashaan Melvin den Jaguars im Backfield enorm helfen.

#21 – Philadelphia Eagles – Tee Higgins, WR, Clemson

Die Eagles brauchen dringend Verstärkung auf der WR-Position. Viele sehen hier Justin Jefferson, doch ich bin nicht sicher, ob ein Slot-Receiver den Eagles wirklich weiterhilft. Higgins ist ein großer, phyischer Receiver, der für seine Größe auch einen guten Speed besitzt. Ich finde er passt besser zu den Eagles als Jefferson, da sie ihn vielseitiger einsetzen können und er allein durch seine Größe dominieren kann. Sein Upside als Carson Wentz‘ No. 1 WR-Option lässt mich da doch ein wenig sabbern und könnte ihn die Fantasy-Draftboards hochklettern lassen.

#22 – Carolina Panthers (via MIN) – Ross Blacklock, DT, TCU

Die Panthers sind weit zurück getradet und verstärken nun ihre D-Line. Die #29 Rushing-Defense hat das auch bitter nötig. Insbesondere nach den Abgängen von Dontari Poe und Gerald McCoy. Blacklocks große Stärke ist die Lauf-Verteidigung. Er ist schnell auf den Füßen und bringt den Gegner schnell zu Boden. Auch wenn er sich im Pass-Rush noch verbessern muss, ist das eine guter Fit für die Panthers in meinen Augen.

#23 – Indianapolis Colts (via NE) – Jordan Love, QB, Utah State

Nachdem New England in den vergangenen zwei Drafts jeweils mit überraschenden Picks in der ersten Runde aufwartete, kehren sie nun zu ihren altbekannten Methoden zurück und traden aus der ersten Runde raus. Das Angebot der Colts, die ihre beiden 2nd-Round-Picks anboten, konnten sie nicht abschlagen. Die Colts holen sich ihren Quarterback der Zukunft. Love ist noch roh und wird kein instant Starter sein. Dazu hat er im letzten Jahr einfach noch zu viele teils haarsträubende Fehler gemacht. Doch muss er das auch nicht. Er kann noch ein oder zwei Jahre hinter Philip Rivers lernen und dann vielleicht sein volles Potential abrufen.

#24 – New Orleans Saints – Xavier McKinney, S, Alabama

Die Saints holen sich mit McKinney einen Defensive Back ins Team, der im Backfield jede Rolle einnehmen kann. Insbesondere nach den Abgängen von Malcolm Jenkins und Vonn Bell brauchen die Saints dort Verstärkung. McKinney sollte für die #20 Pass-Defense der vergangenen Saison auf jeden Fall ein Upgrade darstellen.

#25 – Carolina Panthers (via MIN) – A.J. Epenesa, DE, Iowa

Mit dem ersten Pick verstärkten die Panthers ihre Rush-Defense. Mit dem zweiten verstärken sie ihren Pass Rush. Epenesa füllt sowohl einen Need bei den Panthers, ist zeitgleich aber auch best player available. Mit dieser ersten Runde der Panthers dürften die anderen Teams der NFC South besorgte Blicke in Richtung ihrer O-Line werfen.

#26 – Miami Dolphins – Cesar Ruiz, C, Michigan

Ruiz ist der bester Interior O-Liner im Draft und füllt einen großen Need der Dolphins, die damit ihre O-Line ein weiteres Mal verstärken.

#27 – Green Bay Packers (via SEA) – Denzel Mims, WR, Baylor

Die Packers brauchen dringend einen zweiten Playmaker auf der Receiver-Position. Davante Adams kann nicht alles alleine machen. Okay, kann er schon wie man gesehen hat, doch macht es das Leben für Aaron Rodgers wesentlich einfacher, wenn er neben Adams noch eine weitere Anspielstation hat. Mims ist ein vielversprechender Wide Receiver. Er ist groß, schnell und extrem athletisch. Er hat sowohl beim Senior Bowl als auch bei der Combine dominiert und hat eines der beeindruckendsten Profile der WR-Klasse. Auch ein traumhafter Landing-Spot für Fantasy-Zwecke.

#28 – Las Vegas Raiders (via BAL) – Yetur Gross-Matos, DE, Penn State

Nachdem die Raiders bereits ihren Shiny-Star für die Offense haben, investieren sie in den dringend benötigten Pass Rush. Gross-Matos ist ein sehr talentierter und explosiver Pass Rusher, der sich sicherlich noch verbessern muss und kann, doch der den Raiders sehr gut zu Gesicht stehen würde.

#29 – Tennessee Titans – Austin Jackson, OT, USC

Die Titans holen sich ihren Ersatz für den abgewanderten Jack Conklin. Austin Jackson ist einer der besten Tackle in Sachen Pass-Protection, muss sich aber im Run-Blocking noch steigern. Als gelernter Left Tackle kann er die Rolle von Conklin 1:1 übernehmen. Große Fußstapfen, in die er treten muss, doch kann er da durchaus hineinwachsen.

#30 – Seattle Seahawks (via GB) – Patrick Queen, LB, LSU

Patrick Queen ist ein explosiver und aggressiver Linebacker, der vor allem gegen den Run seine Stärken hat. Er tut der #22 Defense gegen den Run, die zudem noch wichtige Stützen auf der Linebacker-Position verloren hat, mit Sicherheit gut.

#31 – Detroit Lions (via SF) – Jeff Gladney, CB, TCU

Die 49ers schreien es jetzt schon von allen Dächern: Sie wollen diesen Pick traden. Angesichts des Mangels an Picks in den kommenden 3 Runden mehr als verständlich. Deshalb sneaken hier die Lions noch einmal in die erste Runde und traden für einen 3rd-Round-Pick 4 Spots nach oben. Auch den zweiten Pick in diesem Draft investieren sie in die Defense. Diesmal in die arg lädierte Position des Cornerbacks. Es besteht kein Zweifel, dass die Lions das dringendst benötigen. Die schlechteste Defense gegen den Pass braucht dieses Upgrade einfach. Daher kann man den Verlust der 3rd-Rounders auch verkraften, denn mit Gladney bekommen sie immer noch einen möglicherweise Top 5-Cornerback dieser Klasse.

#32 – Kansas City Chiefs – D’Andre Swift, RB, Georgia

Ich gebe es zu: Dies ist ein absoluter Fantasy-Pick. Swift in Kansas City ist einfach pornös. Ich will es so und da es mein Mock ist, darf ich ja wohl auch mal einen Wunsch-Pick tätigen. Instant 1.01 in allen Formaten. The sky is the limit. Scheiß auf Damien Williams. Es leben die Kansas Swifty Chiefs. 65 Fantasy Points per Game. LET’S GO!

Das war die erste Runde in meinem Last-Minute-Mock 2020. Die zweite Runde folgt im zweiten Teil und garantiert noch vor dem Draft!

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Lukas

New England Patriots-Fan
Man-crush on Tom Brady, Baker Mayfield & Gardner Minshew
Dynasty Off-Season-Lover

Twitter: @the_oFFszn_guy