Der NFL Draft 2018 ist schon wieder Geschichte und die mannschaftsinterne Hierarchie wird durch die Ankunft der Rookies natürlich durcheinenandergewirbelt. In diesem Wirbel gibt es jedes Jahr Gewinner und Verlierer. Wir zeigen euch die Spieler, die am meisten davon betroffen sind – positiv wie negativ.

Die Verlierer

Platz 3. Sam Bradford, Arizona Cardinals

Wahrscheinlich können es die Arizona Cardinals immer noch nicht fassen Josh Rosen an Pick Nummer 10 bekommen zu haben. Eins dürfte aber damit auch klar sein: die Zeit von Sam Bradford wird spätestens nach dieser Saison zu Ende sein.  Sein Gehalt von 20 Millionen Dollar, die er diese Saison erhält , wird seinen Schmerz darüber deutlich verringern. Gehalt was die Cardinals deutlich effektiver in der nächsten Saison einsetzen werden um die Ära ihres neuen Franchise Quarterbacks auch mit Erfolg zu krönen. Josh Rosen gilt als der NFL fertigste Quarterback und die Wahrscheinlichkeit, dass er in dieser Saison bereits für die Cardinals aufläuft, erscheint uns sehr hoch. Nicht zuletzt auch Dank der Verletzungsanfälligkeit von Sam Bradford.

Platz 2: Ameer Abdullah, Detroit Lion

Einst wollten die Arizona Cardinals Abdullah lieber picken als David Johnson. Nun steht Ameer Abdullah vor dem Ende seiner Zeit in Detroit. Mit der Verpflichtung von Kerryon Johnson sollte er bald auf der Suche nach einem neuen Verein sein. Er konnte seine vorhandene Beweglichkeit und Athletik bisher nie in der NFL in Produktivität umsetzen, so das ein Neuanfang an anderer Stelle wohl für beide Seiten das beste ist. Auch wenn Kerryon Johnson auch als guter Passempfänger gilt, wird Theo Riddicks Workload im Passspiel weiterhin gefragt sein und sein Workload wird von der Verpflichtung von Johnson nicht betroffen sein.

Verlierer im Backfield

Platz 1a: Rob Kelley, Samaje Perine, Washington Redskins

Auch wenn seine Interviews beim NFL Draft, sagen wir mal, suboptimal waren und er somit sehr spät gepickt wurde, sollte das nicht über das Potential von Derrius Guice hinwegtäuschen. Als klare Nummer 2 bei vielen Experten in deren Running Back Rankings , findet er einen idealen Landing Spot in Washington vor. Ein Backfield was aus Thompson, Perine und Kelley besteht und wo er von Tag 1 an auch Running Back 1 sein wird. Zugleich bedeutet das für Kelley und Perine geringere Rollen in der neuen Saison und/oder sogar Abschied. Wenn ich wetten dürfte, dann würde ich auf einen Abschied von Kelley aus Washington tippen. Thomson hingegen wird weiterhin stark in das Passspiel eingebunden sein. Bis zu seiner Verletzung lag sein Wert bei 39 Receptions in 10 Spielen (No.18 der Liga).

Platz 1b: Chris Carson, C.J. Prosise, Seattle Seahwaks

Sollten beide den Draft Live verfolgt haben, werden Sie wohl aus allen Wolken gefallen sein. Auch wenn die beiden nicht zur Elite des RB zählen, waren die Needs der Seahawks doch größer als die auf der RB Position. Dachten wir zumindest. Somit überraschte es schon sehr, dass die Seahwaks mit Rashaad Penny einen RB pickten. Und dies gar in der Ersten Runde an Nummer 27. Einen RB , der neben seinen erlaufenen 2248 YDS in der letzten Saison es auch noch auf 19 Receptions bei 135 YDS und 2 TD brachte. Und als sei dies nicht noch genug, erwähnte Pete Caroll das er alle Downs spielen soll inkl. dem 3rd Downs. Bums das hat gesessen. Somit wird sich die Situation im Backfield der Seahawks gründlich verändern.  C.J. Prosise wird sicherlich noch einige Receptions bekommen, aber für beide heißt es definitiv weniger Spielzeit und weniger Carries in der neuen Saison. Und wir Fantasy Spieler müssen uns von jeglichen Sleeper Gedanken bei Carson und Prosise verabschieden.

 

Die Gewinner

Platz 3: Mitchell Trubisky, Chicago Bears

Mit Pick No.51 holten sich die Chicago Bears Anthony Miller WR. Miller, der es auf dem College in Memphis in in den letzten 2 Jahren auf knapp 3000 YDS und 32 TD brachte, verstärkt somit die Offense der Bears und kann durchaus direkt als WR2 in die Saison gehen. Somit eine weitere Option für Trubisky im Angriffsspiel. Dessen Optionen in der Offense, auch durch die Verpflichtungen im Free Agence Markt, nun deutlich besser aussehen als in der Vorsaison. Nicht ganz zu unrecht gilt er unter Experten als ein Quarterback, der in seiner zweiten Saison ähnlich aufspielen kann, wie letzte Saison Jared Goff. Er ist nicht nur durch den Draft ein deutlicher Gewinner.

Platz 2: Eli Manning, New York Giants

Der Aufschrei war groß, als New York an Position zwei Saquon Barkley pickte. Ein Aufschrei der Empörung bei den meisten, die gerne einen neuen Quarterback in New York willkommen geheißen hätten. Aber wohl ein Aufschrei der Erleichterung im Hause Manning. Die im Vorfeld getätigten Aussagen von Dave Gettlerman bzgl. seiner enormen Wichtigkeit für die Giants Franchise, stellten sich als wahr da und Manning wird auch zukünftig als klarer QB1 im Giants Stadium auflaufen. Und bei einem Blick auf das diesjährige Roster, u.a. mit Barkley und einem fitten OBJ, scheint die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Eli und die Giants dieses Jahr auch wieder zurück in die Spur finden.

Platz 1: Jerrick McKinnon, San Francisco 49ers

Einer der größten Gewinner des diesjährigen Drafts dürfte ohne Zweifel J.McKinnon sein. Schon der Vertrag von McKinnon über 4 Jahre und 30.000.000 $ (davon 15.7 garantiert) war schon ein klares Statement, als wie wichtig die 49ers Ihn für Ijr Offense Spiel erachten. Doch immer wieder gab es Stimmen im Vorfeld die der Meinung waren, das ein zusätzlicher Running Back der Mannschaft gut tun würde. Es gab Zweifel an den Worhorse Qualitäten von McKinnon. Doch es wurde kein weiterer Running Back im Draft verpflichtet, so das er als klarer RB1 auf dem Deep Chart in die neue Saison gehen wird. So sieht Vertrauen aus. Wenn man bedenkt das sein Vorgänger Carlos Hyde es auf 240 Carries (No.11) und 59 Reception (No.6) unter Shanahan brachte, kann man die Fantasy Punkte schon förmlich klingeln hören und eine TOP Fantasy Perfomance liegt mehr als nur in der Luft.