In diesem Blog wollen wir uns mit möglichen Bounce Back Kandidaten der diesjährigen Saison beschäftigen.

In jeder Folge picken wir uns drei Spieler raus, die unserer Meinung Kandidaten für eine Bounce Back Saison sind und mögliche Kandidaten für den „Comeback Player of the Year“

In der letzten Folge hatten wir uns den Quarterbacks gewidmet, diesmal wollen wir uns die Running Backs genauer anschauen.

Auch wenn es deutlich schwerer ist Running Backs in diesem Segment zu finden, geben wir unser bestes Euch auch hier mit einigen Kandidaten zu versorgen. Schwerer deswegen, weil alle Running Backs die man vor der Saison auf den Zettel hatte, auch größtenteils tatsächlich ablieferten. Ausgenommen davon sind natürlich Spieler wie z.B.  David Johnson oder Dalvin Cook, die aufgrund von Verletzungen nicht Ihr Potential zeigen konnten.

Isaih Crowell, New York Jets

Es gibt Sie in jeder Sportart: die Spieler, denen vom ersten Tag an nicht viel zugetraut wird. So auch bei I.Crowell. 2014 als undrafted Running Backs von den Cleveland Browns geholt, trauen Ihm auch heute die wenigsten Fantasy Spieler bei seinem neuen Verein, den Jets, etwas zu. Seine aktuelle ADP von  92.57 spricht da eine deutliche Sprache. Es scheint fast so, als ob man entweder die Geschichte des Undrafted Running Backs liebt oder hasst. Und die meisten mögen diese Story wohl eher nicht. Dabei hat er seit seiner Rookie Saison stets sowohl seine Gesamt Yards, als auch seine Touches steigern konnte. Nur vermochte er es in der letzten Saison nicht, seine 206 Touches (den höchsten Wert seiner Karriere) in entsprechende Yards umzuwandeln. Sehen wir es positiv: immerhin schaffet er es in der Saison davor, bei einem Verein wie den Browns, an der 1000 Yard Season zu kratzen, sowie 319 Receiving Yards zu sammeln. Kurzum: in 2016 reichte das zu einer TOP 20 Platzierung unter den Running Backs.

Bei den Jets wird er der Starting Running Back sein. Daraus resultieren eine hohe Anzahl und konstante Touches, etwas was ihm in seiner bisherigen Karriere verwährt geblieben ist. Mit Forte verließ der Hauptverantwortliche für Carries die Jets. Letztes Jahr schaffte er es verletzungsbedingt zwar nur auf  103 Carries in 12 Spielen, dieser Wert lag aber in 2016 bei über 200. Alles deutet darauf hin, dass Crowell nun das Workhorse der Jets werden wird. Das sich nun auch noch McGuire verletzt hat und die Jets Powell nicht als Ihren Every Down Rusher ansehen, ist der Konkurrenzkampf deutlich minimiert.
Wir glauben, dass er es diese Saison unter die Top 20 RB schafft und bringt aufgrund seiner späten ADP ein enormes Value für die Fantasy Gemeinschaft mit.

Joe Mixon, Cincinnati Bengals

Er galt als eines der größten Talente der Running Back Klasse des 2017 Drafts. Und auch die Bengals sahen dies so und drafteten ihn mit Pick 2.16. Doch wenn man sich die Statistiken von Joe Mixon der letzten Saison vor Augen führt, gibt es wenig bis gar nichts was ein Fantasy Football Herz höher schlagen lässt.  Lasst uns die Zahlen noch einmal durchleuchten:

  • 178 Carries #23 RB,
  • 626 Yards #30 RB,
  • 4 TD #37 RB,
  • Breakaway Runs (15 oder mehr Yards) #38 RB.

Mittelmaß, wo man auch nur hinsieht. Und wir könnten diese Statistik weiter fortführen und es würde nicht besser werden. Daher lassen wir es an der Stelle und schauen nach vorne.
Warum also ist Joe Mixon der Spieler, bei dem wir uns wir uns sicher sind, das er in seiner zweiten Season so richtig abliefern wird?
Als Hauptgrund sollte man hier aufführen, dass die Offense im Allgemeinen und die Offense Line im Speziellen der Bengals den Namen letzte Saison nicht verdient hat. Daher kam von den Buffalo Bills LT Cordy Glenn via Trade vor dem Draft und im Draft 2018 investierten die Bengals ihren Top-Pick in O-Liner Billy Price, was zugleich den Neuaufbau der Offense Line einläutete.
Das Mixon großartige Leistungen abliefern kann, zeigte er vor allem in den Wochen 8, 12 sowie 17.  Gerade in Woche 12 wurde bei 165 yards (23 Carries) und 3 Targets deutlich, dass er seinen hohen Vorschlussbeeren durchaus gerecht werden kann. Für uns hat Mixon ganz klar das Potential RB1 zu werden, allerdings ist das auch mit einem gewissen Risiko behaftet. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass auch andere Running Backs, wie z.B. Melvin Gordon auch eine Saison gebraucht haben, um sich an die NFL zu gewöhnen.
Zudem spricht der Spielplan für die Bengals – #13 in strenght of schedule ranking – und eine Verbesserung der Offense. Im Backfield verließ Jeremy Hill den Verein, der auf 37 Carries kam. Das sollte statistisch nur geringe Auswirkungen haben, ist von der Psyche her aber ein großes Plus für Mixon, der jetzt genau weiß, dass er die klare #1 ist. Weiterhin an Mixons Seite wird Giovanni Bernard sein, der hauptsächlich als Passempfänger agieren wird.
Wir sind uns sicher: Mixon wird nächste Saison eine Breakout Season haben und zurückschlagen.

Marshawn Lynch, Oakland Raiders

Wer unsere Bounce Back Kandidaten verfolgt, dem dürfte auffallen, das die Raiders in jeder Kategorie einen Bounce Back Spieler stellen. Und dies ist auch bei den Running Backs nicht anders! Wie für die Raiders, war es auch für Lynch ein gebrauchtes Jahr.  Auch wenn er es unter die TOP 15 nach Rushing Yards schaffte (891 Yards) entsprach dies natürlich nicht seinen eigenen Erwartungen.  Das das Raiders Spiel in der letzten Saison sehr stark auf Pass ausgelegt war, bekam Lynch besonders zu spüren (60.1% – 39.9%). Vor allem zu Saisonbeginn waren fehlende Carries ein großes Problem. So erhielt er bis zur Woche 11 lediglich 8,8 Carries pro Spiel und erreichte 33,45 Yards im Durchschnitt. Zum Vergleich: Gurley brachte es in dieser Zeit auf 16,9 Carries sowie auf 110,45 Yards pro Spiel.

Das er immer noch über den Beastmode verfügt, zeigte er dann in der zweiten Saisonhälfte. So kam er in den Wochen 12, 13, 16+17 auf durchschnittlich 21,75 Touches pro Spiel. Und auch seine Yards pro Spiel schnellte in Höhe. Das Ergebnis: 110,75 Yards pro Spiel.  Damit lag er nur 6 Yards hinter Todd Gurley in dieser Zeit. Insgesamt schaffte es Lynch sogar auf #11 der Running Backs von Woche 9-17.  Das macht Mut. Und Mut machen uns auch noch einige Statistiken, die besonders bei Runnings Back einen großen Aussagewert haben. Und die wollen wir uns mal genauer anschauen:

  • #6 der RB nach Yards created 453 Yards,
  • #13 der RB nach Breakaway Rund (15 Yards oder mehr) und die vielleicht interessanteste
  • #1 der RB nach Juke Rate 43,6% (Anzahl gebrochener, verpasster sowie vermiedener Tackles geteilt durch Anzahl Carries sowie Receptions)

Gar nicht schlecht für einen alten Mann! Und dann wäre da noch der Faktor Jon Gruden. Seine Ankündigung den Football der 90er zurück zu bringen und verstärkt auf den Run zu setzen, wird wie Musik in den Ohren von Lynch geklungen haben.Von den anderen im Backfield braucht Lynch weder Doug Martin noch Jalen Richard fürchten.
Er wird als klarer #1 in die Saison gehen und wir sind uns sicher, das Beastmode noch eine großartige Saison im Tank hat.