Waiver Wire

Lange haben wir drauf gewartet – jetzt ist sie schon wieder vorbei: Woche 1 ist Geschichte und wir haben einige spektakuläre Plays und Spiele gesehen.

Bevor morgen das erste Mal der Waiver Wire durchläuft, gebe ich euch hier meine Add-Kandidaten mit. Diese teile ich in die folgenden Kategorien ein:

  • Adds: Die Spieler können euch sofort helfen.
  • Stash: Holt sie euch in den Roster und setzt sie auf die Bank. In ein paar Wochen könnten sie ihren Wert deutlich gesteigert haben.

 

Quarterbacks

 

Top Add

Jameis Winston – New Orleans Saints / 29.62 Pkt. vs. GB / 34 % rostered

Wie in der Podcast-Folge bereits gesagt: Die Rückkehr des Königs! Jameis hat eine ordentliche Fackel gezündet und die Defense der Packers komplett abgefackelt. Wenn ihr keinen Stud-QB in eurem Team habt, schnappt euch Jameis!

 

Weitere Adds

Taylor Heinicke – Washington Football Team / 10.58 Pkt. vs. LAC / 9 % rostered (Superflex)

Fitzpatrick hat Hüfte und ist mindestens für ein paar Wochen raus. Heinicke ist der neue Starter. Ich bin sehr gespannt, wie er sich macht. Das Playoff-Spiel im Januar gegen den späteren Superbowl-Champ war nice. Bleibt abzuwarten, wie er sich über einen längeren Zeitraum präsentiert. Er macht natürlich nur in Superflex-Ligen Sinn.

 

Running Backs

 

Top Add

Elijah Mitchell – San Francisco 49ers / 16.4 Pkt. vs. DET / 0.3 % rostered

Mostert ist out für den Rest der Saison. Über Sermon hat Shanahan das vernichtende Urteil „nicht Pro-ready“ verhängt – Coach-Talk muss zwar nicht unbedingt viel heißen, aber an negativen Aussagen über die eigenen Spieler ist erfahrungsgemäß mehr dran als an jedem „Shape-of-his-life“-Gerede. Abwarten, wie lange Sermon braucht, um Shanahan zu überzeugen. Solange jedoch gehört das 49ers-Backfield Mitchell. Klarer Lead Back, nachdem Mostert das Spiel verlassen musste. Ein Must-Add.

 

Weitere Adds

Mark Ingram – Houston Texans / 14.5 Pkt. vs. JAX / 3 % rostered

„Totgesagte leben länger“, heißt es so schön. Ingram hat ganz offensichtlich den Sprung an die Spitze des Depth Charts der Texans geschafft. 26 Carries gingen auf sein Konto, für Lindsay und Johnson waren es nur 11 combined. Allerdings spielt er so gut wie keine Rolle im Passspiel, was sein Upside reduziert. Dennoch schaden mehr starting RBs im Kader selten.

Nyheim Hines – Indianapolis Colts / 14.2 Pkt. vs. SEA / 26 % rostered

Der WR-Corps der Colts ist wohl einer der schwächsten der Liga. Fast logischerweise gingen knapp 40 % von Carson Wentz‘ Targets auf die RB-Position. Und genau das ist Hines‘ Stärke. Ein Target-Share von 21 %, dazu der Breather-Back für Jonathan Taylor. Sein Floor sollte stabil genug sein, um euch eine zuverlässige Flex-Option zu bieten.

James White – New England Patriots / 12.1 Pkt. vs. MIA / 25 % rostered

Absolutes Floor-Play hier. Er hat im Spiel gegen die Dolphins wieder die Rolle eingenommen, die er in der Brady-Offense bereits ausgefüllt hatte: Security Blanket für Mac Jones. Seine 18 % Target-Share waren der zweithöchste Wert des Teams und zeigt, welche Bedeutung er für den Matchplan der Patriots hat. Er sollte einen hohen Receiving-Floor haben, der ihn in PPR zu einer stabilen Flex-Option macht.

 

Stash

Cordarelle Patterson – Atlanta Falcons / 8.7 Pkt. vs. PHI / 0.2 % rostered

Patterson kann auf drei Wegen Gefahr ausstrahlen: Als Runner, als Receiver und als Returner. Er war deutlich effektiver als Mike Davis, der zwar den Großteil der Touches im Backfield der Falcons gesehen hat, doch wenn Patterson diese Effektivität so halten kann, könnte er schnell eine Gefahr für Davis werden.

Damien Williams – Chicago Bears / 8.0 Pkt. vs. LAR / 1 % rostered

Cohen ist noch auf unbestimmte Zeit raus und bei Montgomery haben wir einmal mehr gesehen, dass er zwar ein sehr kompetenter Runner ist, doch im Receiving-Game spielt er keine große Rolle. Anders so bei Williams: 12,5 % Target Share sind für einen RB ordentlich. Es fehlt zwar noch ein bisschen, damit er startable wird, aber wenn Not am Mann ist, könnte man den Shot wagen.

Ty Johnson – New  York Jets / 3.6 Pkt. vs. CAR / 1 % rostered

Kein Move hier, der mich vom Hocker reißt. Jedoch war Johnson der effektivste Runner der Jets und hatte den höchsten Target-Share (8 %) aller Jets-RB. Wer Platz hat, könnte hier in ein paar Wochen einen Starter haben. Zwar einen Starter der Jets, aber immerhin.

 

Wide Receiver

 

Top Add

Sammy Watkins – Baltimore Ravens / 13.6 Pkt. vs. LV / 5 % rostered

Ja, es ist wieder soweit. Scheinbar muss man jedes Jahr einmal Sammy adden, um ihn völlig enttäuscht ein paar Wochen später wieder zu droppen. Aber dieses Jahr könnte er es wirklich schaffen, sein Potenzial dauerhaft abzurufen. Wirklich. Vielleicht. Immerhin hat er 27 % der Targets bekommen und war damit Führender der Ravens. In einer Offense, wo die Defenses Lamar’s Rushing fürchten müssen, kann er für ordentlich Damage sorgen.

 

Weitere Adds

DeVante Parker – Miami Dolphins / 12.1 Pkt. vs. NE / 30 % rostered

Parker war in Woche 1 das Lieblingstarget von Tua. 26 % Target-Share und die meisten Receiving-Yards der Dolphins. Waddle hat ihm mit seinem Touchdown ein wenig die Show gestohlen, doch Parker sollte eine ordentliche Flex- oder WR 2-Option sein, wenn er den Target-Share halten kann.

Arizona WR

Die Offense der Cardinals ist sehr interessant. Sie spielen ein hohes Tempo und oft mit 3- oder sogar 4-WR-Sets. Daher sind sowohl Rondale Moore als auch Christian Kirk und A.J. Green Optionen auf dem Waiver Wire. Dabei haben sie alle drei ihre Argumente: A.J. Green hatte diemeisten Targets in Woche 1, Christian Kirk die Touchdowns (und somit die meisten Fantasy Points) und Rondale Moore war der am vielseitigsten Eingesetzte. Jeder der drei könnte jede Woche flashen. Doch genau das ist aber auch gleichzeitig tricky, denn: Welcher der drei flasht wann? Ich persönlich sehe Rondale als vielversprechendste Option, weil ich durch seine Vielseitigkeit und seinen Speed gut zur Offense passt und auf viele verschiedene Weisen scoren kann. Kirk hat sich in den letzten Jahren zu einem klassischen Boom-or-Bust-Kandidaten entwickelt und die Situation um Green erinnert mich stark an letztes Jahr, wo er zu Beginn der Saison auch die meisten Targets in Cincinnati gesehen hatte und letztendlich vom Rookie den Rang abgelaufen bekommen hat. Go Rondale!

Denver WR

Jerry Jeudy hat sich den Fuß verknackst und wird 6-8 Wochen fehlen. Ich denke, bis er wieder bei 100 % ist, ist das Jahr vorbei. Sehr bitter, denn er war bis zu seiner Verletzung der Target-Leader in Denver. Wer profitiert nun am meisten? Wahrscheinlich wird ein Teil der Targets auf Sutton und Fant umverteilt werden, doch der Kampf um den neuen #2 WR-Posten ist eröffnet. Die Kandidaten sind Tim Patrick und K.J. Hamler. Beide hatten gleich viele Targets und nahezu gleich viele Yards in Woche 1. Doch Patrick hatte den Touchdown, was ihn punktetechnisch natürlich interessanter gemacht hat. Ich persönlich würde allerdings mit Hamler gehen, denn auch er hätte seinen Touchdown haben können. Leider hat er den tiefen Pass in der Endzone gedroppt. Spricht an sich erstmal nicht für ihn, aber: Fängt er ihn, spricht (vielleicht) niemand über Patrick.

 

Stash

K.J. Osborn – Minnesota Vikings / 14.6 Pkt. vs. CIN / 0 % rostered

9 Targets und ein Target-Share von 19 % sind nicht zu ignorieren. Die WR 3-Position in Minnesota ist zudem weit offen. Ob er schon auf einer wöchentlichen Basis verlässlich punkten kann, wage ich zwar noch zu bezweifeln, aber einen Stash ist er wert.

Terrace Marshall – Carolina Panthers / 5.6 Pkt. vs. NYJ / 5 % rostered

Marshall hat die drittmeisten Targets nach CMC und Moore bekommen. Doppelt so viele wie Robby Anderson. Der hat jedoch seinen einzigen Catch für 57 Yards zum Touchdown getragen und daher deutlich mehr Punkte als Marshall erzielt, doch ich als alter Marshall Fanboy sehe hier von der Usage her genau das, was ich sehen wollte.

Cedrick Wilson – Dallas Cowboys / 5.4 Pkt. vs. TB / 0.1 % rostered

Michael Gallup ist auf IR und mehrere Woche raus. Wilson hat einige Snaps (41 %) gespielt. Seine 3 Targets hat er alle gefangen. Vielleicht kann er den Step machen und Gallup’s Platz einnehmen.

Trinity Benson – Detroit Lions / 4.9 Pkt. vs. SF / 0 % rostered

Einer für die ganz tiefen Ligen. 11 % Target Share und 53 % Snap Share. Dazu ist der WR-Room der Lions nicht unbedingt mit Talent voll gestopft. Opportunity ist da und noch fliegt er unter dam Radar.

Marquez Callaway – New Orleans Saints / 2.4 Pkt. vs. GB / 43 % rostered

Er konnte dem Hype nicht gerecht werden. Um fair zu sein, ist es auch schwer, wenn du in deinem ersten Start als #1 Receiver gegen Jaire Alexander spielen musst. Wenn einer eurer Liga-Konkurrenten den Fehler macht, ihn zu droppen, sammelt ihn ein. Er war der WR der Saints, der die meisten Snaps gespielt hat (84 %). Nur Winston hat mehr Snaps in der Offense gespielt. Er wird in den nächsten Wochen mehr Targets sehen und dann auch seine Field-Time in Punkte ummünzen.

 

Tight Ends

 

Top Add

Adam Trautman – New Orleans Saints / 4.8 Pkt. vs. GB / 3 % rostered

Nur Callaway und Winston haben häufiger auf dem Platz gestanden als Trautman. Zudem war sein Target-Share (29 %) brutal. Dass er diese Opportunity nicht in Punkte umwandeln konnte, spielt dem geschulten Betrachter natürlich in die Karten. Wer auf den reinen Output schaut, wird dieses Fantasy-Gold-to-happen übersehen.

 

Stash

James O’Shaughnessy – Jacksonville Jaguars / 10.8 Pkt. vs. HOU / 0.1 % rostered

Einer für die tiefen Ligen oder Ligen, in denen ihr mehr als einen TE starten müsst. TE-Position in Jacksonville ist offen und der Mann mit dem aufwendig zu schreibenden Namen hat immerhin 8 Targets (16 % Target Share) gesehen. Keine unrelevante Anzahl.

Pharaoh Brown – Houston Texans / 10.7 Pkt. vs JAX / 0 % rostered

Wie in Jacksonville auch ist in Houston die Frage nach dem #1 TE nicht geklärt. Brown hat seine Bewerbung für diese Position abgegeben und nach Cooks die zweitmeisten Targets von Tyrod Taylor erhalten. Sollte das nicht reichen, ist alleine schon wegen seines Namens (es wundert mich, dass vor seinem Nachnamen kein „St.“ steht) ein Stash durchaus angebracht.

 

 

 

 

 

Lukas min 150x150 - Waiver Wire Targets - Woche 2
Lukas

Geseke, NRW | Das erste Spiel, das ich gesehen habe, war der Superbowl XLVI New York Giants vs. New England Patriots. Seitdem trotz Niederlage Tom Brady-Fan | Hobby-Fantasy Football-Analytiker