Die Top Rookies der Wide Receiver

Der Draft steht vor der Tür und das Rookie-Fever steigt. Höchste Zeit, dass du einen Eindruck von den Top-Namen der diesjährigen Klasse bekommst. Ich stelle dir hier die Pre-Draft Consensus Top 10 WR der Fantasy Dominators vor.

Bei meinen Spieler Vergleichen (Comparisons – kurz Comps) habe ich versucht, Spieler aus der jüngeren Vergangenheit zu finden, deren Profil dem der Prospects am meisten ähnelt. Besonderen Wert habe ich dabei zunächst auf die Size und den Frame gelegt, also die körperlichen Voraussetzungen. Wenn die Profile sich nur in einem oder zwei Punkten unterscheiden, habe ich diese Unterschiede dabei betont. Manchmal gab es mehrere gute Comps, an denen man Floor und Upside dann gut ablesen kann.

Genug der großen Vorworte. Hier ist unsere Top 10:

Ja’Marr Chase, LSU

2021 04 05 21 30 15 JaMarr Chase Stats Fantasy Ranking PlayerProfiler - Rookie WR 2021 - Die Top 10 Namen vor dem Draft

Source: www.playerprofiler.com

Dieses Jahr gibt es keine Frage, wer das beste WR-Prospect ist. Ja’Marr Chase bewegt sich in anderen Sphären als jeder andere WR seiner Draft-Class. Obwohl, nein. Nicht nur seiner Draft-Class. Sein Profil ist das beste WR-Profil seit Jahren. Besser als Justin Jefferson. Besser als CeeDee Lamb. Besser als A.J. Brown. Natürlich ist das noch keine Garantie, dass er dominanter sein wird als die drei genannten, doch wäre ich alles andere als verwundert, wenn er dies von Tag 1 an unter Beweis stellt.

Er erfüllt nahezu ale Boxen: Er ist schnell, er ist athletisch, er hatte ein frühes Breakout Age, einen College-Dominator von über 30 %, wiegt über 200 lbs und ist ein Early-Declare – kommt also nach nur 3 Jahren am College in die NFL. Das Einzige, was er nicht zu 100 % perfekt erfüllt ist seine Größe. Wenn er ein wenig größer wäre – 6’2“ / 6’3“ – wäre er der absolute Prototyp Alpha. Aber auch so ist er so nah dran wie kaum jemand in den letzten Jahren. Und der Malus bezüglich seiner Größe ist weniger ein Malus als ein „schade, es ist nicht perfekt.“

Wenn man sich Chase‘ College-Zeit so anschaut, stellt man fest, dass er streng genommen sogar ein Super-Early-Declare ist. Denn er hat seine Junior Saison im letzten Jahr ausgesetzt. Vielleicht gar nicht so unclever von ihm, da seine Sophomore Season wirklich äußerst schwer zu toppen gewesen wäre. Als Alpha in Joe Burrow’s Rekord-Offense erzielte er in 14 Spielen 84 Catches für 1.780 Yards und 20 Touchdowns. Wahnsinn.

Man könnte natürlich Bedenken haben, ob diese eine Saison nicht ein One-Hit-Wonder war und er nur extrem vom starken Team profitiert hat. Sicherlich hat ihm das nicht geschadet. Aber ob die Offense auch ohne ihn so überragend gewesen wäre, könnte man sich genauso gut fragen.

Dass er beim Pro Day alles mitgemacht hat, zeugt von seinem enormen Selbstvertrauen. Er hätte wie ein paar seiner WR-Kollegen auf Nummer sicher gehen und das Testing aussetzen können. Damit wäre er die Gefahr umgangen, nicht so gut abzuschneiden wie gedacht, sich damit ein paar Fragezeichen einzuhandeln und womöglich einige Spots im Draft zu rutschen. Er hat allerdings voll durchgezogen und lieber für Ausrufezeichen gesorgt, als Fragezeichen zu vermeiden. Das ist es, was Siegertypen machen!

Ja’Marr Chase kompakt

Ja’Marr Chase ist so nah am Terminus „Bust-proof“ wie man nur sein kann. Wenn nicht wirklich die 1 % Chance eintritt und alles absolut suboptimal läuft für ihn, kann er quasi nicht anders als ein dominantes Fantasy-Asset für die nächsten Jahre zu sein.

Mein Comp: ein athletischerer Robert Woods


Rashod Bateman, Minnesota

2021 04 05 21 54 14 Rashod Bateman Stats Fantasy Ranking PlayerProfiler - Rookie WR 2021 - Die Top 10 Namen vor dem Draft

Source: www.playerprofiler.com

Rashod Bateman’s Pro Day-Ergebnisse haben bei mir für enorme Ernüchterung gesorgt. Ich war All-In bei ihm. Er war mit 6’2“ und über 200 lbs gelistet – Alpha-Maße. Das zusammen mit seiner enormen College Production und seinem extrem frühen Breakout Age, haben ihn für mich zu dem Spieler mit dem vielleicht höchstem Floor in dieser Klasse gemacht. Dass er jetzt bedeutend kleiner und vor allem bedeutend leichter eincheckt, raubt ihm einen Stück seines Floors. Eine 4,48 40-Time wäre mit 6’2“ und 200+ lbs auch deutlich beeindruckender gewesen als mit 6’0“ und 190 lbs.

Das klingt jetzt alles, als wäre Bateman voll die Wurst. Aber dem ist bei weitem nicht so! Er war ein Monster Spieler und der unumstrittene Alpha in Minnesota. Breakout als True Freshman, in seiner Sophomore Season dann 60 Receptions für 1.219 Yards und 11 Touchdowns. Insgesamt ein College Dominator Rating von 43,7 %, was überragend ist. Dazu in seiner besten Saison einen Target Share von 30,4 %.

Rashod Bateman kompakt

Trotz seines eher enttäuschenden Pro Days ist Rashod Bateman immer noch einer der besten WR der Klasse. Er war quasi von Tag 1 in Minnesota dominant und der unumstrittene Alpha im Receiving-Game. Dass seine physischen Werte nun leider nur noch als durchschnittlich zu bezeichnen sind, hat ihn für mich seinen Spot als WR 2 dieser Klasse gekostet. Die Fragezeichen, die sich dadurch für ihn ergeben, kann die überragende College-Production nicht ganz wettmachen. Dennoch bleibt er in meinen Top 5 und hat gute Chancen, uns allen, die nun ein wenig Skepsis mitbringen, eines Besseren zu belehren.

Mein Comp: Stefon Diggs


Rondale Moore, Purdue

2021 03 31 22 03 46 Rondale Moore Stats Fantasy Ranking PlayerProfiler - Rookie WR 2021 - Die Top 10 Namen vor dem Draft

Source: www.playerprofiler.com

Rondale Moore hat krasses Upside. Er ist ein athletischer Freak: Schnell, wendig und extrem vielseitig. Das stellte er auch sofort in seinem allererstem Spiel für Purdue als True Freshman unter Beweis, indem er über 300 all-purpose-Yards auf den Rasen zauberte. Allgemein war seine Freshman-Season phänomenal: 114 Receptions für 1.258 Yards und 12 Touchdowns, dazu über 200 Rush-Yards und 2 Rush-Touchdowns und über 700 Return-Yards. In Summe also eine 2.000+ Yards-Season. Als Freshman. Wahnsinn.

Leider konnte er diese Production danach nicht mehr dauerhaft zeigen, da ihn diverse kleinere aber hartnäckige Verletzungen immer wieder zurückgeworfen haben. In den letzten zwei Jahren konnte er daher nur 7 Spiele bestreiten. In diesen 7 Spielen allerdings hat er knapp 700 Scrimmage-Yards und 3 Touchdowns erzielt.

Dass er trotz der geringen Matchpraxis nichts von seiner Explosivität und Athletik eingebüßt hat, hat er bei seinem Pro Day eindrucksvoll bewiesen (siehe Bild oben).

Der einzige Punkt, der mich vorsichtig werden lässt, ist seine Größe. Mit 5’7“ haben wir einfach bisher kaum Spieler gesehen, die den Schritt in die NFL erfolgreich vollzogen haben.

Rondale Moore kompakt

Seine College Production und seine athletischen Fähigkeiten schreien geradezu „Breakout„. Vor allem sein Breakout am College als True Freshman ist sehr beeindruckend. Doch haben wir von Spielern seiner Größe bislang noch kein Breakout (Top 30 WR) in der NFL gesehen. Auch wenn wir natürlich noch nie einen Spieler seiner Größe mit so einem Profil hatten.

Mein Comp: eine Mischung aus Tavon Austin und Jamison Crowder in gut.


DeVonta Smith, Alabama

2021 04 01 16 36 45 Devonta Smith Advanced Stats and Metrics Player Profile - Rookie WR 2021 - Die Top 10 Namen vor dem Draft

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An DeVonta Smith scheiden sich die Geister. Und ich kann es verstehen. Einem wirklich beeindruckendem College-Resümee stehen körperliche Fragezeichen gegenüber.

Smith hat sich in Alabama von Jahr zu Jahr eine größere Rolle in der Offense erarbeitet. Während es in seiner Freshman-Season noch recht ruhig um ihn war (8 Rec/160 Yards/3 TD), konnte er in seinem zweiten Jahr 2018 seinen Target Share von 4,5 % auf 9,6 % steigern. Dabei hat ihm sicher der Abgang von Calvin Ridley nicht geschadet. Nichtsdestotrotz war seine 100 % Catch Rate bei immerhin 42 Targets besonders stark. Diese münzte er in rund 700 Yards und 3 Touchdowns um. Ab seiner Junior-Season war er kaum noch zu halten. In den letzten zwei Jahren hat er zusammengerechnet über 3.000 Receiving-Yards und 37 Touchdowns produziert. Vor allem sein Senior Jahr sucht seinesgleichen. 117 Receptions, 1.856 Yards, 23 Touchdowns. Eine Leistung, die dann auch mit der Heisman-Trophy ausgezeichnet wurde. Der erste Wide Receiver seit Desmond Howard 1991, der diese Auszeichnung erhält. Allerdings war er nach der season-ending Verletzung Jaylen Waddles auch der Alleinunterhalter im Receiving Game von Alabama. Dennoch muss man diese Leistung erstmal bringen.

Jetzt könnte man meinen, dass seine Leistung am College ausreichend sei, um ihn in denselben Tier wie Ja’Marr Chase zu packen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Zumindest nicht für mich. Mit kolportierten 170 lbs ist er für seine 6’0“ nämlich äußerst leicht. Wir haben keinerlei Referenzen von Wide Receivern, die mit einem solchen Frame in der NFL erfolgreich gewesen wären.

Ein weiterer Grund für mich, vorsichtig bei Smith zu sein, ist seine strikte Weigerung, sich wiegen, messen oder testen zu lassen. Natürlich ist das sein gutes Recht, aber ebenso meins, ihn deshalb nicht oben in meine Rankings einordnen zu können. Es besteht die Gefahr, dass er tatsächlich sogar noch leichter ist. Des Weiteren können wir anhand seines Tapes zwar erahnen, dass er schnell und athletisch ist, doch er hätte es – ähnlich wie Rondale Moore – einfach unter Beweis stellen können. Deshalb kann ich Smith – anders als Moore – nicht den sog. „Benefit of the doubt“ geben. Nennen wir es kaufmännischen Pessimismus.

DeVonta Smith kompakt

DeVonta Smith hat in Alabama letztes Jahr alles abgefackelt. Seine Production war überragend und die Heisman-Trophy absolut verdient. Doch die vielen Unwägbarkeiten, die durch seine Weigerung zum Testen entstehen, sind für mich ein zu großes Risiko, um ihn höher in meinen Rankings einstufen zu können. Ich denke mir: Wenn er nichts zu verbergen hätte, würde er testen und allen zeigen, dass er eine Maschine ist. So bleiben trotz aller College Production Zweifel.

Mein Comp: ein dynamischerer Paul Richardson


Jaylen Waddle, Alabama

2021 04 01 17 55 33 Jaylen Waddle Stats Fantasy Ranking PlayerProfiler - Rookie WR 2021 - Die Top 10 Namen vor dem Draft

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Jaylen Waddle ist ein absoluter Upside-Pick. Er war in seinen drei Jahren in Alabama nie der Target-Magnet, sondern hat sich immer um die 10 % Target-Share bewegt. Allerdings war er mit den Bällen, die in seine Richtung geflogen sind, äußerst effektiv. In allen drei Jahren eine Catch-Rate von über 80 % und im Schnitt rund 19 Yards pro Reception. Dazu war ungefähr jede sechste Reception ein Touchdown. Im Duden dürfte neben der Phrase „aus wenig viel machen“ ein Bild von Jaylen Waddle zu sehen sein. Sein Breakout in Alabama hatte er in der letzten Saison, wo er in den 6 Spielen vor seiner Verletzung on pace war für über 1.000 Yards sowie Career Highs in Receptions und Touchdowns.

Leider scheint es aber in Alabama üblich zu werden, dass die Top-Prospects nicht an den Testings teilnehmen. Was für DeVonta Smith gilt, gilt auch für Jaylen Waddle. Wir wissen, dass er athletisch ist. Das gibt das Tape her, aber auch der Fakt, dass er viel in den Special Teams eingesetzt wurde. Allerdings bleibt die Frage: Wie athletisch genau ist er? Ist er athletischer als ein Rondale Moore z.B.? Ganz genau werden wir diese Frage wohl nicht beantworten können. Außerdem ist er mit 5’9“ und 180 lbs nicht gerade der Prototyp eines Alpha-Receivers. Er wird wohl mehr die Field-Stretcher-Rolle übernehmen und ein Spezialist für Reverses, End-Arounds usw. werden.

Jaylen Waddle kompakt

Jaylen Waddle hat im College vor allem durch seine Effizienz geglänzt. Er konnte wenig Targets in relativ viel Production ummünzen. Er hat zwar nicht die Statur eines klassischen Alpha-WR, doch im richtigen System und richtig eingesetzt kann er durchaus ein brauchbarer Spieler in der NFL und für Fantasy Football werden.

Mein Comp: irgendwas zwischen Phillip Dorsett und Tyreek Hill.


Terrace Marshall, LSU

2021 04 05 21 55 56 Terrace Marshall Stats Fantasy Ranking PlayerProfiler - Rookie WR 2021 - Die Top 10 Namen vor dem Draft

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Terrace Marshall ist für mich DER Gewinner der Pro Days. Während viele seiner Kollegen kleiner, leichter und langsamer als erwartet einlaufen, hat er gezeigt, dass er das Profil eines True Alphas hat.

Mit nicht einmal 21 Jahren ist er zusammen mit Rondale Moore der jüngste WR dieser Klasse und besitzt mit 6’2“ und 205 lbs Gardemaß. Dazu sind seine athletischen Werte weit überdurchschnittlich. Er hat nicht alle Testings mitgemacht, aber anhand seines Speed- und Burst-Scores können wir ableiten, wie die anderen beiden Werte in etwa ausgesehen hätten. Und selbst, wenn diese nur durchschnittlich wären, ist es immer noch ein sehr gutes Profil.

Beim ersten Blick auf seine College Stats verwundert sein krasses Dominator-Ranking von 46,5 % etwas. Denn ihm fehlt eine 1.000 Yards-Saison im Portfolio. Doch in der vergangenen Saison hat er in lediglich 7 Spielen 731 Yards und 10 Touchdowns erzielt. Damit war er on pace für weit über 1.000 Yards und um die 20 Touchdowns. Ja’Marr Chase-Gegend.

Apropos Ja’Marr Chase: Dass Marshall sein Breakout in seiner Sophomore Saison geschafft hat, trotz der Konkurrenz durch nicht nur eben jenen Ja’Marr Chase sondern auch durch Justin Jefferson, ist äußerst beeindruckend. Das zeigt, dass er auch mit Spielern auf diesem Niveau mindestens mithalten kann.

Terrace Marshall kompakt

Terrace Marshall bringt alles mit, was ein echter Alpha-WR in der NFL braucht: Size, Speed, College-Production, frühes Breakout Age, Early-Declare. Alles da. Für mich ist er mittlerweile nach Chase der zweitbeste WR der Klasse.

Mein Comp: ein athletischerer Keenan Allen


Elijah Moore, Ole Miss

2021 03 31 22 21 07 Elijah Moore Stats Fantasy Ranking PlayerProfiler - Rookie WR 2021 - Die Top 10 Namen vor dem Draft

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Elijah Moore ist einer der größten Gewinner der Pro Days. Mit seinen beeindruckenden Testing-Werten hat er sich in die 1st-Round-Diskussion für den NFL-Draft gebracht.

Seinen Breakout am College hat er in seiner Sophomore-Season mit 67 Receptions für 850 Yards und 6 Touchdowns in 12 Spielen geschafft. Vielleicht hätte er schon früher eine größere Rolle spielen können, doch in seinem Freshman-Jahr 2018 hatte er noch Konkurrenz in den eigenen Reihen von einem gewissen D.K. Metcalf und einem noch gewissereren A.J. Brown. Doch trotz dieser Konkurrenz steuerte er immer noch rund 400 Receiving-Yards und 2 Touchdowns bei. Dass er nicht nur ein One-Hit-Wonder ist, zeigte er dann in der vergangenen Saison, in der er nicht nur seine Breakout-Season bestätigte, sondern sie nochmal überbot. In lediglich 8 Spielen sorgte er durch 86 Catches für knapp 1.200 Yards und 8 Touchdowns für Furore.

Was ihn davon abhält, in das Top-Tier der diesjährigen Wide Receiver vorzustoßen, ist seine Statur. Mit 5’9“ und 178 lbs entspricht er nicht dem Bild eines Alpha-Receivers. Er wird sich in der NFL mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Großteil im Slot wiederfinden. Das heißt nicht, dass er kein brauchbares Fantasy-Asset sein kann. Ganz im Gegenteil. Mit seinen Anlagen ist er quasi prädestiniert dafür, für ordentlich Gefahr aus dem Slot zu sorgen. Jedoch limitiert diese Aussicht sein Upside ein wenig, wodurch er den Sprung in das Tier um Marshall und seinen Namensvetter verpasst.

Elijah Moore kompakt

Elijah Moore war für Ole Miss nach den Abgängen von A.J. Brown und D.K. Metcalf so etwas wie die Lebensversicherung. Sein College Dominator von 45,5 % und ein Target Share von 35,2 % sprechen Bände. Aufgrund seiner Größe wird er aber wohl „nur“ ein sehr guter Slot-Receiver in der NFL werden. Dadurch hat er zwar gutes Upside, aber wird es wohl schwer haben, Elite-Production zu generieren.

Mein Comp: Tyler Lockett


Amon-Ra St. Brown, USC

2021 03 31 22 51 29 Amon Ra St. Brown Stats Fantasy Ranking PlayerProfiler - Rookie WR 2021 - Die Top 10 Namen vor dem Draft

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Der jüngere und talentiertere Bruder von EQ St. Brown. Ob ihm dieser massive Endzone-Drop im NFC Championship-Game auch passiert wäre?

Amon-Ra war am College für seine Zuverlässigkeit bekannt. Eine ziemlich konstante Catch-Rate von 70 % ist sehr ordentlich. Er war an der USC von der ersten Saison einer der Go-to-Guys. Er konnte nämlich bereits in seiner Freshman Season 2018 sein Breakout mit 60 Catches für 750 Yards und 3 Touchdowns in 11 Spielen feiern. In seiner Sophomore Season konnte er sich nochmal steigern und mit 77 Catches die 1.000 Yard-Marke knacken und außerdem seine Receiving Touchdowns von 3 auf 6 steigern. In seiner Junior Season 2020 war er auf dem Weg seine Bestmarke von 77 Catches zu knacken, doch er absolvierte nur 6 Spiele, in denen er 41 Catches für nicht ganz 500 Yards aber immerhin 7 Touchdowns erreichte.

Amon-Ra St. Brown hat beim Pro Day gezeigt, dass er nicht den Mörder-Speed hat, aber dennoch über eine gewisse Explosivität verfügt. D.h. er ist nicht der Spieler, der seinem Verteidiger im Eins gegen Eins einfach davonläuft. Er wird sich vielmehr durch präzise Routen freilaufen müssen und wird dies wohl eher in der Mitte des Feldes machen als Outside.

Amon-Ra St. Brown kompakt

Amon-Ra St. Brown hat am College gezeigt, dass er ein verlässlicher Wide Receiver sein kann. Allerdings fehlen ihm der Speed und die Size, um als Alpha-Receiver erfolgreich sein zu können. Sein Upside liegt wohl irgendwo bei Low-End WR 2.

Mein Comp: eine weniger athletische Version von Odell Beckham Jr.


Tylan Wallace, Oklahoma State

2021 04 13 16 40 54 Tylan Wallace Stats Fantasy Ranking PlayerProfiler - Rookie WR 2021 - Die Top 10 Namen vor dem Draft

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Auch Tylan Wallace reiht sich in die Riege der Monster-Producer dieser Draft-Klasse ein, die allerdings kein Alpha-Profil haben. Undersized mit 5’11“ und 194 lbs und seine Zahlen vom Pro Day sind enttäuschend. Allein vom physischen Standpunkt her beeindruckt mich Tylan Wallace nicht unbedingt.

Sein College-Production-Profil dagegen umso mehr. In seinem Freshman-Year war es noch recht ruhig um ihn. Da waren noch eher Leute wie James Washington gefragt. Ab seiner Sophomore-Season gab es allerdings keinerlei Zweifel mehr daran, wer der Go-to-Guy in der Offense von Oklahoma State ist. Mit knapp 1.500 Receiving Yards und 12 Touchdowns setzte er ein Ausrufezeichen. Auch in seiner Junior-Season war er wieder auf einem sehr guten Weg und erzielte in 9 Spielen 8 Touchdowns und im Schnitt über 100 Receiving-Yards pro Spiel. Unglücklicherweise riss er sich spät in der Saison dann das Kreuzband und musste operiert werden. Da dies seinem Draft-Stock massiv geschadet hätte, entschied er sich dazu, für sein Senior-Jahr zurückzukommen, um zu beweisen, dass er wieder bei 100 % ist. Allerdings zog er sich auch in dieser Saison eine Verletzung im gleichen Knie zu, wenn auch keine schlimme. Jedoch sorgte das dafür, dass er wieder nicht die volle Saison spielen konnte und so wieder nicht ganz die 1.000 Yards-Marke knacken konnte.

Tylan Wallace kompakt

Auf den ersten Blick sehen wir bei Tylan Wallace einige Dinge, die wir nicht gerne sehen. Er ist ein Senior, lieferte keine guten Zahlen beim Pro Day ab und ist undersized. Wenn wir es aber ein bisschen differenzierter betrachten als nur schwarz-weiß, kommen wir aber zu dem Schluss, dass er für die späte zweite Runde in Rookie Drafts ein interessanter Kandidat ist. Dass er das vierte Jahr gespielt hat, liegt einzig und allein an seinem Kreuzbandriss am Ende seiner Junior-Season. Dies könnte auch ein Grund gewesen sein, warum seine athletischen Test-Werte so schwach ausgefallen sind. Außerdem sind 5’11“ / 194 lbs nur knapp unter der Marke, die wir gerne sehen wollen. Und seine College-Production spricht für sich. Sollte Tylan Wallace am Ende der zweiten Runde zu euch fallen, braucht ihr nicht groß drüber nachzudenken.

Mein Comp: ein deutlich talentierterer Adam Humphries


Dyami Brown, North Carolina

2021 04 10 13 13 24 Dyami Brown Stats Fantasy Ranking PlayerProfiler - Rookie WR 2021 - Die Top 10 Namen vor dem Draft

Source: www.playerprofiler.com

Dyami Brown ist ein interessanter Spieler für die mittlere zweite Runde in Rookie Drafts. Fast alles, was er mitbringt, ist überdurchschnittlich gut, aber nicht überragend.

Mit 6’1“ ist er in der idealen Range, die wir bei Wide Receivern sehen wollen, ist mit 185 lbs aber zu leicht, um als „Alpha-Frame“ durchzugehen. Er ist mit einer 4.50 40-Time nicht langsam, für seine Size aber auch nicht besonders schnell. Seine übrigen athletischen Werte sind auch alle überdurchschnittlich, aber nicht überragend.

Was uns ohne Wenn und Aber gefällt, ist, dass er ein Early-Declare ist und in North Carolina Back-to-Back 1.000 Yards-Seasons hatte. Sein Breakout hatte er in seiner Sophomore-Season mit 51 Receptions für 1.034 Yards und 12 Touchdowns in 12 Spielen und konnte diese Zahlen, bis auf die Touchdowns, in seiner Junior-Season mit einem Spiel weniger übertreffen.

Dyami Brown kompakt

Dyami Brown ist in allem, was er tut, gut, aber nicht überragend. Angefangen bei seiner Size über die Athletik bis hin zur College-Production und dem Breakout Age. Er bewegt sich bei nahezu allen Werten knapp über der Grenze von dem, was wir sehen wollen. Bei den Werten, wo er die Box nicht erfüllt (z.B. Target Share von 25 %), ist er aber nur knapp darunter.

Ich glaube nicht, dass Dyami Brown ein Alpha in der NFL werden wird. Ich denke, er wird ein guter, solider Nummer 2 Wide Receiver gegenüber eines Alphas abgeben. In der richtigen Offense (z.B. Green Bay, Tennessee, Minnesota) könnte er eine sehr interessante Fantasy-Option werden.

Mein Comp: ein talentierterer Dante Pettis mit Parallelen zu Calvin Ridley

Lukas min 150x150 - Rookie WR 2021 - Die Top 10 Namen vor dem Draft
Lukas

Geseke, NRW | Das erste Spiel, das ich gesehen habe, war der Superbowl XLVI New York Giants vs. New England Patriots. Seitdem trotz Niederlage Tom Brady-Fan | Hobby-Fantasy Football-Analytiker