Diese Rookie Tight Ends 2021 solltest du auf dem Schirm haben

Tight Ends sind nicht unbedingt die Goldesel im Fantasy Football. Jedes Jahr gibt es nur zwei bis drei Spieler, die einen Unterschied ausmachen. Diese Tight Ends bringen dir einen enormen Vorteil und gewinnen dir Spiele. Die zweite Garde an Tight Ends ist zwar ein Nice-to-Have, aber auch relativ problemlos austauschbar bzw. der Punktverlust durch den Einsatz eines etwas niedrigeren gerankten Spielers ist fast zu vernachlässigen. Zudem sind die Fantasy-Outcomes von den meisten Tight Ends nur schwer zu projecten, weil sie sehr TD abhängig sind.

Kyle Pitts, Florida Gators

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Selten zuvor gab es einen Tight End, der so hoch in der Gunst der NFL-Analysten und Fans stand wie Kyle Pitts. „Generational talent: oder „everybody’s darling“ sind die Narrative, die den Pitts Hype Train befeuern.

Er kam aus der Highschool als 4-Star-Recruit, wo er Tight End und Defensiv End spielte. Nachdem er als Freshman weitestgehend zuschauen musste, erspielte er sich in seiner Sophomore-Season eine beachtliche Rolle an der University of Florida. Mit 649 Yards und 5 Touchdowns war er Receiving-Waffe Nr. 2 im Team nur knapp hinter Van Jefferson. In seiner dritten Saison explodierte er dann. Mit knapp 100 Yards und 1,5 TDs pro Spiel liefert er eine der besten Saison ab, die je ein Tight End gespielt hat.

Seine Athletik ist atemberaubend. Mit 1,98m und 111 kg bewegt er sich eher wie ein Wide Receiver. Mit einem Speedscore von 123.1 gehört er hier zu den besten 2% der NFL. Auch alle anderen athletischen Metriken weisen ihn als überdurchschnittliches Prospekt aus. Ähnliche Werte mit seiner College-Produktion wiesen vor ihm höchstens Vernon Davis und Darren Waller auf. Er hat einen enormen Catch-Radius, der ihm in Contested Catch Situationen zu Gute kommt. Durch seine enorme Beweglichkeit und Körperkontrolle ist er flexibel einsetzbar, so dass er auch im Slot oder sogar außen auftauchen kann. Weitere Pluspunkte seines Spieles sind seine sicheren Fanghände und die Fähigkeit immer wieder Gegner sogar in Man Coverage zu besiegen, auch sein für die NFL sehr wichtiges Blocking hat sich stark verbessert.

Pitts wird im realen NFL-Draft wahrscheinlich in den Top-10 gehen, so auch in Fantasy Rookie Drafts. Die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht abliefert, ist extrem gering. Er hat im College das benötigte Volumen und die Redzone-Targets bekommen. Es ist durchaus denkbar, dass er dein TE1 für die nächsten 10 Jahre sein kann. Sein größtes Problem ist fast schon sein Hype, der natürlich berechtigt ist. Es gibt nicht wenige Stimmen, die sagen, es lohnt sich an 1.01 in Rookie-Drafts über ihn nachzudenken. So weit gehen wir nicht. Aber dennoch ist er unsere klare Nummer 1 unter den TEs, keine Frage.

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Pat Freiermuth, Penn State

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Pat Freiermuth wäre in anderen Jahren sicher als bester Tight End seiner Draftklasse eingestuft worden, doch dieses Jahr thront dort bereits Kyle Pitts.

Wie viele TEs war auch er in der High School Basketballspieler. Er spielte auf dem Footballfeld unter anderem als Tight End und Linebacker. Als 4-Star-Recruit entschied er sich letztendlich für die Penn State University. In seinem Freshman Jahr lieferte er bereits 8 Touchdowns. In seiner College-Karriere kam er in 29 Spielen auf 92 Receptions für 1185 Yards und 16 TDs.

Freiermuth sieht aus wie der Prototyp Tight End. So ist auch sein Spiel. Er läuft hervorragende Kurzpassrouten und ist somit oft anspielbar, wenn auch nicht unbedingt frei. Er lässt sich beim Passempfang kaum von gegnerischen Spielern stören und kann auch mit Gegnern am Arm die Bälle fangen. Seine physische Dominanz ist sein großes Plus, er bricht viele Tackles und kann somit gerade in der Redzone äußerst wertvoll für NFL-Teams werden. Er ist nicht der beweglichste oder schnellste Spieler und wird daher nur selten frei downfield zu finden sein.

„Baby-Gronk“ verfügt über sehr gut Receiving Skills, beim Blocking gibt es noch Fragezeichen, die es zu beantworten gilt. Er ist ein solider Athlet mit Touchdown-Upside. In der NFL wie im Fantasy sollte er eine gute Option für Teams darstellen. Ihr solltet in Jahr 1 oder 2 keine Wunderdinge erwarten. Hunter Henry oder Marc Andrews sind vergleichbare Spieler auf NFL-Niveau.

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Brevin Jordan, Miami Hurricanes

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Auch Brevin Jordan war ein 4-Star-Recruit als er von der Highschool zur University of Miami wechselte. Die Hurricanes haben bereits einige namhafte Tight Ends hervorgebracht, u.a. Greg Olsen, Jimmy Graham, David Njoku und Chris Herndon. Jordan konnte sich gleich in seinem ersten Jahr durchsetzen und war TE Nr.1 in Miami. In seinem Junior Jahr (3. Saison) brachte er es pro Spiel auf 72 Yards und 0,88 Touchdowns.

Jordans Profil weckt in Sachen Produktion einige Erwartungen. Sein College Dominator Rating ist mit 31,5% ebenso wie sein Breakout Year (18.1) im Elitebereich. Schaut man sich hingegen sein athletisches Profil an, gleicht es eher dem eines sehr großen Runningbacks. Auf dem Feld spiegeln sich diese Werte wieder. Er ist ein sehr schneller Tight End, der wenn er den Ball in den Händen hält, kaum zu stoppen ist. Er bringt es auf 21 Broken Tackles bei 105 Receptions, schafft es aber gleichzeitig genügend Separation zu kreieren. Grund zum genaueren Hinschauen sind seine Hände, sie sind nämlich nicht so gut fürs Fangen gemacht. Die Bälle fängt er oft mit dem Körper, sein Catch Radius ist ziemlich überschaubar. Das spiegelt sich im niedrigen aDot wieder. Sein Spiel ist es kurze Pässe zu fangen und den Rest mit seinen YAC-Fähigkeiten zu machen.

Für NFL-Teams sind diese Fähigkeiten gerade in short-yardage Situationen sehr wertvoll. Für Fantasy-Spieler ist sein Fangproblem kritisch zu bewerten. Er ist kein Contested Catcher, weil er kein Handfänger ist. Somit wird er in der Endzone nicht zu der Waffe, die ein guter Fantasy-TE sein sollte. Da sich „Hände“ wohl schwieriger verbessern lassen als andere Baustellen im Spiel, kann man durch aus Fragezeichen haben, wenn es um seinen zukünftigen Fantasy-Output geht.

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Source: www.playerprofiler.com

Weitere aufschlussreiche Artikel zur Rookie-Reihe findet ihr hier:

Quaterbacks: https://fantasy-dominator.de/artikel/rookie-qbs-2021/

Runningbacks: https://fantasy-dominator.de/artikel/rookie-rb-2021-top-5

Wide Receiver: https://fantasy-dominator.de/artikel/rookie-wr-2021-top-10/

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Stippie

Fürstenberg, BRB | First Touch: Super Bowl XXXI, Broncos vs. Packers in San Diego | 2003 in San Diego gewesen, seitdem verspüre ich starke Zuneigung zu den Chargers | Lieblingsspieler: Slayer | Themen: Dynasty, DFS, Rankings, Projections