Die letzten Wochen und Monate drehte sich alles um die Rookies. Zu Recht! Ist doch der NFL Draft eines der spannendsten NFL Events des ganzen Jahres. Alle Fantasy Football Analysten haben spätestens seit dem Super Bowl ihre Aufmerksamkeit den neuen Talenten gewidmet. Wenn du tief in der Materie drin bist, kennst du höchstwahrscheinlich bereits die Top Rookies mit all ihren Stärken und Schwächen. Aber welches Team wäre aus Fantasy Sicht für die Spieler ideal? Insbesondere für RBs, aber auch auf den restlichen Positionen, bestimmt der Landing Spot maßgeblich über die Erfolgschancen des in die Liga strömenden Talents. Folgende Teams wären das Ideal-Szenario für die Rookies 2021 aus Fantasy Football Sicht:

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Travis Etienne – New York Jets

Etienne ist ein Wahnsinnsathlet. Er wäre am besten in einem Team, das ein outside-zone scheme implementiert, aufgehoben. Genauso ein Team sind die New York Jets, die mit einem neuen Coaching Staff (Shanahan Schüler und Matt LaFleurs Bruder Mike LaFleur ist der neue OC) die Offensive umkrempeln werden. Der Jung-QB, aller Voraussicht nach Zach Wilson, muss so gut wie möglich unterstützt werden. Travis Etienne würde mit seiner Explosivität genau in dieses System passen und einige Last von den Schultern Wilsons nehmen. Zudem gibt es bei den Jets keine ernstzunehmende Konkurrenz. Der Weg zu einem Top 10 Finish für den Ex-Clemson Tiger wäre frei.

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Najee Harris – Atlanta Falcons

Die Story für Harris bei den Falcons ist schnell erzählt. Wie kein zweiter steht Ex-Titans OC und Neu-Headcoach der Falcons Arthur Smith für den Erfolg Derrick Henrys. Mit Harris steht der nächste hochgeschossene Alabama RB bereit. Aber es ist nicht nur die physische Ähnlichkeit zu Henry, sondern vielmehr seine extreme Vielseitigkeit, die Harris sehr interessant macht. Smith hat in den letzten Jahren gezeigt, welche Offense er mit einem stark betonten Laufspiel aufs Feld zaubern kann. Ich bezweifle, dass Neu-Verpflichtung Mike Davis diese exponierte Stellung ausfüllen kann. Harris wäre der Bellcow-Back für die Falcons und hätte direkt Top 10 Potenzial.

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Justin Fields – San Francisco 49ers

Justin Fields ist das komplette Paket. Wenn sich Coaches einen modernen QB schnitzen könnten, würden sie höchstwahrscheinlich bei Fields rauskommen. Klar sein Spiel ist noch nicht perfekt, aber genau dort kommt das geniale Scheme von Kyle Shanahan, Coach bei den 49ers, ins Spiel. Selbst mit limitierten QBs wie Kirk Cousins, Jimmy G und zuletzt sogar Nick Mullens vermochte Shanahan es, explosive Offensiven zu kreieren. Seine Offense mit einem mobilen QB könnte neue Höhen erreichen. 2013 haben wir bereits einen Vorgeschmack bekommen, wie so etwas aussehen könnte, als Shanahan Rookie RG3 zu einer historischen Saison verhalf. Sollte er in Jahr 1 starten, dann hätte Fields bei den 49ers sofort QB1 Status.

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Mac Jones – Carolina Panthers

Wenn man sich die Zahlen von Mac Jones historischer 2020 College Saison anschaut, gleichen sie der Heisman-Saison von Joe Burrow in 2019. Joe Brady, seinerzeit LSU Offensiv Coordinator und nun bei den Panthers, galt als der Architekt des LSU-Erfolgs. Er hat gezeigt, dass er ein geniales Scheme kreieren kann, das ein athletisch limitierter, aber dennoch präziser QB, perfekt ausfüllen kann. Mac Jones kann diese Rolle, wie in Alabama, par excellence übernehmen. Er würde unter Brady den Weg zu einem Upside QB2 finden.

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Kyle Pitts – Cincinnati Bengals

Pitts gilt vielen als der beste non-QB in diesem Draft. Er bringt vieles mit, was Fans träumen lässt. Er wäre wohl in jeder Offense gut aufgehoben. Die Bengals stechen jedoch hervor, da sie letztes Jahr ein sehr hohes Passvolumen an den Tag legten und mit Burrow einen kompetenten QB haben, der Pitts perfekt in Szene setzten könnte. Die Bengals Offense würde dann mit Burrow, Boyd, Higgins, Pitts und Mixon eine der explosivsten und spannendsten Angriffreihen der Liga darstellen. Besonders die schwache Defensive dürfte viel Arbeit und damit kräftig Fantasy Punkte bedeuten. Die Bengals können die neuen Falcons werden.

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Devonta Smith – Detroit Lions

Das Lions Receiving Core ist quasi nicht existent. Neu-HC Dan Campbell ließ bereits durchblicken, dass er bei Receivern viel Wert auf Separation legt. Erklärbar daher, dass man die eher contested catch Receiver Golladay und Jones hat ziehen lassen. Smith ist ein technischer Virtuose auf dem Rasen. Wie kein Zweiter vermag er es, durch eine Vielzahl von kreativen Schachzügen, immer wieder offen zu sein. Smith könnte als Anspielstation Nummer 1 für Goff, der auch nicht dafür bekannt ist, überaus viel Risiko bei seinen Würfen zu nehmen, dienen. Smith in Detroit sollte als unangefochtener Alpha in Detroit mindestens als WR2 von sich reden machen.

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Jaylen Waddle – Green Bay Packers

Spätestens seit dem Abgang von Randall Cobb klafft in Green Bay eine große Lücke neben Davante Adams im Passing Game. MVS, EQ St. Brown, Geronimo Allison und Allen Lazard versuchten sich allesamt in der Rolle des WR2 in der Offensive der Packers. Sie scheiterten grandios. Jaylen Waddle könnte von daher ein dringend benötigtes Element in die Offensive der Packers bringen. Seine Explosivität und Kreativität würde Green Bay sehr gut zu Gesicht stehen. Neben dem aufsteigenden Robert Tonyan über die Mitte des Feldes und dem Alpha Adams hätte Future Hall of Fame QB Aaron Rodgers eine dritte Option im Passing Game. Waddle wäre zwar nicht der Alpha, muss er aber auch nicht sein. Mit seiner Effizienz könnte er als Upside WR3 für Furore sorgen.

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Rondale Moore – Kansas City Chiefs

Die Reichen werden reicher. Dieses Statement trifft nicht nur für den Kapitalismus zu, sondern man könnte das Ganze auch auf den Vizemeister aus Kansas City in diesem Szenario ummünzen. Das Team ist dank des besten QBs der Liga das offensiv wohl potenteste Team der NFL. Dennoch herrscht nach dem Abgang von Sammy Watkins und dem nicht vollzogenen Leistungssprung von Mecole Hardman WR-Bedarf. Tyreek Hill und Travis Kelce sind zwar ein Monsterduo können aber auch nicht die Alleinunterhalter spielen. Wie wäre es da mit Rondale Moore, dem undersized aber wie ein Duracell-Häschen unermüdlichen WR aus Purdue? Der explosive Moore könnte ein weiteres Element der Unberechenbarkeit in die Offensive von Eric Bienemy und Andy Reid bringen. Patrick Mahomes würde es sicherlich auch freuen, weitere Verstärkung an seiner Seite zu wissen. Moore dürfte in der Fantasy-freundlichen Offensive als WR3 mit Upside interessant sein.

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Terrace Marshall – Tennessee Titans

Das Team mit dem wohl eklatantesten WR-Bedarf sind die Tennessee Titans. Das Team hat mit den Abgängen von Jonnu Smith und Corey Davis satte 157 Targets verloren. Eine ideale Situation für den physisch starken Marshall, der auch die Drecks-Arbeit als Run-Blocker für Henry verrichten kann. Marshall könnte als fangstarker WR AJ Brown zur Seite stehen und auf Anhieb Fantasy-relevant werden. Natürlich wird er nicht alle 157 Targets bekommen, aber mind. 80 sind im Bereich des Möglichen. Marshall bei den Titans – ein solider WR3.

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Rashod Bateman – Las Vegas Raiders

Einer meiner Lieblingsspieler in diesem Draft, der eine Alpha-Rolle für sich beanspruchen könnte. Nach dem Abgang von Amari Cooper hatten die Raiders keinen dominanten WR1 mehr in ihren Reihen. Der letztjährige First Rounder Ruggs hat bisher noch nicht funktioniert und auch Sophomore Edwards dürfte Bateman keine große Konkurrenz machen. Bateman könnte eine echte WR1-Rolle bei den Raiders übernehmen und so aus Fantasy Sicht mindestens WR2 Wert haben.

Paul 2 - Rookie Best Fits (Fantasy Football 2021)
Paul

49ers Fan seit Kaepernick in New Orleans fast den Super Bowl gewonnen hätte | Bekommt nicht genug von Fantasy Football | Experimentiert gerne mit neuen Liga-Formaten | SuperFlex oder nichts