Was ist IDP?

IDP steht für Individual Defense Player. Im Gegensatz zu einer Liga mit Team-Defense, spielt man in einer IDP-Liga mit den individuellen Spielern. Dies kann zusätzlich zu den Offense-Spielern oder auch in einer reinen IDP-Liga geschehen. In den meisten Fällen fällt dann die Team-Defense raus.

Warum IDP?

Bei jedem NFL-Spiel stehen 11 Offense-Spieler 11 Defense-Spieler gegenüber. Wohingegen jede offensive Skill-Position im Fantasy Football abgebildet ist, werden die defensiven Spieler nur in der Team-Defense zusammengefasst. Ebenso werden noch Special-Team-Plays dort mit eingerechnet. Dabei werden aber Tackles komplett außen vorgelassen und eigentlich werden nur Sacks und Turnover – also Fumbles und Interceptions – gezählt. Nun ist ein Tackle for Loss in einer 3rd & Inches Situation natürlich auch eine hervorragende Leistung, welche leider nicht gewürdigt wird.

Wie spiele ich IDP am Besten?

Nun lassen unterschiedliche Plattformen auch unterschiedliche Positionsgruppen zu. Bei Fantrax kann man quasi alle Positionen oder Positionsgruppen einstellen, die man sich vorstellen kann. Unterschieden wird dabei größtenteils zwischen den 3 größeren Units: Defensive Line, Linebacker, Defensive Backs. Diese Positionsgruppen lassen sich noch weiter unterteilen.

In der Defensive Line (DL) finden sich Defensive Ends (DE) und Defensive Tackles (DT).

Linebacker (LB) werden kaum unterteilt, doch dann verlieren 3-4 Outside Linebacker (OLB), welche man auch Edge-Rusher nennt, oft ihren Wert, da diese eher für Sacks bekannt sind und nicht für eine hohe Tackle-Anzahl. Dies ist dann entweder mit entsprechenden Scoring-Formaten aufzufangen oder indem DEs und 3-4-OLBs zu einer eigenen Positionsgruppe wie Edge zusammengeführt werden.

Die Defensive Backs (DB) werden meist in Corner Backs (CB) und Safetys (S) unterteilt.

Scoring

Da es keinen ‘Standard’ gibt, ist es abhängig von der Liga, wie stark Aktionen auf dem Feld mit Punkten belohnt werden.

Es gibt Tackle-Heavy-Formate, in denen sind Spieler wie z.B. Bobby Wagner und Roquan Smith, also Middle Linebacker, die punktstärksten Spieler.

In Turnover- und Sacklastigen Formaten ist es schwieriger konstante Leistungen abzubilden und zu honorieren, doch sind dort Spieler wie Aaron Donald, Khalil Mack oder DBs, welche viele Picks fangen, begehrt.

In letzter Zeit gibt es eine Art Bewegung, welche das sogenannte 123-Scoring populär und zum Standard machen möchte, doch dazu an anderer Stelle mehr.

Fazit

Bei IDP gibt es (noch) keinen Standard. Der Kreativität beim Erstellen des Scorings und der Zusammenstellung des Starting Lineups sind kaum Grenzen gesetzt. Daher gilt es, beim Spielen einer IDP-Liga besonders auf das jeweilige Format der Liga vor dem Draft und vor dem Aufstellen der Spieler zu schauen und sich dementsprechend vorzubereiten.

Eine IDP-Liga fördert meiner Meinung nach auch den Spaß an Fantasy und auch beim Schauen der Spiele wird die Defense wesentlich interessanter. Man beschäftigt sich mit beiden Mannschaftsteilen und lernt neue Spieler und Aspekte des Spiels kennen und lieben.

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Tobi

Braunschweig/ Lüneburg | Seattle Seahawks Fan seit der Onside Kick Recovery gegen die Packers 2014 | DFS und Dynasty