Der NFL Draft hat auch unsere Rankings kräftig durcheinandergewirbelt. Deshalb lohnt es sich die Landing Spots der Rookies nochmal genauer zu beleuchten. Als erstes betrachten wir die Running Backs. Leider gab es einige, die weit gefallen sind oder einen sehr unglücklichen Landing Spot hatten (z.B. Hubbard hinter McCaffrey). Trotzdem möchte ich im Folgenden auf einige Rookie RBs eingehen. Wenn ihr noch mehr zu Harris, Etienne und Co. wissen möchtet, dann schaut euch hier nochmal die Rookie RB Vorstellung von Fabse an!

 

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Najee Harris (Pittsburgh Steelers, Pick: 1.24)

Harris war Pre-Draft in den meisten Rankings der Nummer 1 RB. Dementsprechend ging er auch als erster RB vom Board. Die Pittsburgh Steelers und Mike Tomlin haben in den letzten Jahren gezeigt, dass sie gerne einen Workhorse Back benutzen. Die Konkurrenz ist mit McFarland und Snell überschaubar.

Die Offensive Line der Steelers ist im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich schwächer geworden. Dazu kommt, dass Roethlisberger gegen Ende der letzten Saison stark abbaute und nicht jünger wird. Die Effizienz könnte Harris fehlen, aber mit dem Draft Capital und der RB Historie der Steelers, wird er genug Volumen bekommen, um bereits in Jahr 1 einen Impact zu machen.

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Travis Etienne (Jacksonville Jaguars, Pick: 1.25)

Etienne landet einen Pick nach Harris in Jacksonville. Er wird dort auf etwas mehr Konkurrenz treffen. James Robinson und Carlos Hyde werden mit Sicherheit auch ihre Touches bekommen. Urban Meyer bezeichnete Etienne nach dem Draft als third-down Back. Dagegen spricht allerdings das Draft Capital. Wenn man einen Erstrundenpick in einen RB investiert, dann sollte man diesen auch entsprechend nutzen.

Dazu kommt, dass Etienne am College der Teamkollege des neuen Jaguars Franchise-QB Trevor Lawrence war. Die Chemie zwischen den beiden passt also bereits und Etienne wird im Passspiel eingebunden. Der Weg für Etienne könnte etwas weiter sein, aber der Landing Spot gefällt mir trotzdem!

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Javonte Williams (Denver Broncos, Pick: 2.03)

Williams landet überraschend bei den Denver Broncos. Auf den ersten Blick klingt der Landing Spot nicht gut. Schließlich wurde Melvin Gordon erst letztes Jahr bezahlt. Allerdings läuft Gordons Vertrag nach dieser Saison aus und die Broncos haben sich somit ihren RB der Zukunft gesichert.

Williams landet in einer sehr interessanten Offense, die mit einigen Top Waffen aufwartet. Das Einzige, das fehlt ist der Top QB. Wenn dieses Puzzlestück noch dazu kommt, dann hat Williams auch eine Menge TD Upside.

Mit Williams bekommt man einen RB, auf den man wahrscheinlich noch ein Jahr warten muss, der dann aber ein Workhorse in einer guten Offense sein könnte. Der Landingspot gefällt mir auf den zweiten Blick durchaus!

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Trey Sermon & Elijah Mitchell

(San Francisco 49ers, Pick: 3.25 & 6.10)

Die 49ers bekommen einfach nicht genug von RBs. Obwohl sie bereits Mostert, Wilson, Gallman und Hasty unter Vertrag haben, draften sie Sermon in Runde 3 und Mitchell in Runde 6. Abgesehen von Hasty hat allerdings keiner einen Vertrag für die Saison 2022. Es kann also sein, dass Sermon und Mitchell die RBs der Zukunft werden. Allerdings ist es schwer zu sagen wer sich durchsetzen wird. Das Draft Capital spricht für Sermon, aber Mitchell war einer meiner Top Sleeper vor dem Draft.

Shanahan hat in den letzten Jahren gezeigt, dass er aus jedem RB eine Top Produktion rausholen kann. Ein Shot in Rookie Drafts auf Sermon oder Mitchell könnte sich langfristig also durchaus auszahlen, aber einen frühen Pick würde ich nicht investieren.

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Michael Carter (New York Jets, Pick: 4.02)

Carter hat mit der vierten Runde kein überwältigendes Draft Capital. Allerdings hatte Carter im College nie mehr als 177 Carries und es war nicht zu erwarten, dass er irgendwo als Workhorse landen wird.

Dafür ist der Landing Spot optimal. Die Jets haben neben einem häufig verletzten Coleman nur Ty Johnson und La’Mical Perine als Konkurrenz. Der Weg für Carter zu 150+ Carries dürfte also durchaus da sein.

Da der neue Jets HC aus San Francisco kam, wird in New York mehr und effektiver gelaufen. Die Offense wird mit Zach Wilson und einem neuen WR Core komplett umgekrempelt. Der Landing Spot hätte nicht besser sein können!

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Kenneth Gainwell (Philadelphia Eagles, Pick: 5.06)

Gainwell war Pre-Draft in den meisten Rankings der erste RB nach den großen drei (Harris, Etienne, Willaims). Dementsprechend groß war die Enttäuschung als Gainwell im Draft immer weiter abrutschte. Als 5. Rundenpick muss die Situation gut passen, um einen Weg zur Fantasyrelevanz zu finden.

Die Situation für Gainwell ist allerdings nicht gut. Die Eagles haben mit Miles Sanders einen jungen Workhorse RB im dritten Jahr. Gainwell wird hier also vermutlich nur als Backup eingeplant sein. Als einer der besten Receiver der Klasse, wird er vermutlich als third-down Back auf dem Feld stehen. Allerdings hat er mit Jalen Hurts einen mobilen Quaterback, der die RBs nicht so oft anwerfen wird.

Draft Capital und Landing Spot passen leider nicht bei Gainwell und er wird daher leider auch in unseren Rankings abrutschen.

 

Der Rest

Wie bereits am Anfang des Artikels erwähnt, gab es leider viele RBs mit schwierigen Landing Spots. Zur Vollständigkeit möchte ich hier trotzdem nochmal alle RBs auflisten:

Kene Nwangwu (Minnesota Vikings, Pick: 4.14)

Rhamondre Stevenson (New England Patriots, Pick: 4.15)

Chuba Hubbard (Carolina Panthers, Pick: 4.21)

Gary Brightwell (New York Giants, Pick: 6.12)

Larry Rountree (LA Chargers, Pick: 6.14)

Chris Evans (Cincinnati Bengals, Pick: 6.18)

Demetric Felton (Cleveland Browns, Pick: 6.27)

Khalil Herbert (Chicago Bears, Pick: 6.33)

Jake Funk (LA Rams, Pick: 7.05)

Gerrid Doaks (Miami Dolphins, Pick: 7.17)

Kylin Hill (Green Bay Packers, Pick: 7.29)

Jermar Jefferson (Detroit Lions, Pick: 7.30)

Marc 150x150 - NFL Draft 2021 - Runningback Recap
Marc

Egal ob Redraft oder Dynasty: Fantasy Football Verrückter | Dallas Cowboys Fan | Lieblingsspieler: Dak Prescott und Alvin Kamara