EINFÜHRUNG

In diesem Artikel möchte ich euch eine andere Art Fantasy zu spielen vorstellen und eine Einführung in das Thema DFS geben. Jeder kennt wohl Dynasty-, Redraft-, oder Keeperligen. Diese Ligen sind auf eine ganze Saison ausgelegt und mit wöchentlichen H2H-Duellen gegen die Mitspieler wird um die Teilnahme an den Playoffs und um den Sieg der Liga gespielt. DFS, Daily Fantasy Sports, ist anders, doch erst einmal eine Vorstellung der Plattform auf der ihr DFS spielen könnt.

DRAFTKINGS
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Ich werde euch das Ganze anhand der Plattform Draftkings, im Weiteren auch mit DK abgekürzt, vorstellen. Draftkings hat 2017 eine Glückspiellizenz aus Malta erworben und daher ist das Spielen von DFS Contests auf DK in Deutschland legal. DK ist neben Fanduel wohl der größte Anbieter für DFS Contest, da Fanduel in Deutschland nicht verfügbar ist und ich daher selber keine Erfahrungen mit Fanduel habe beschränkt sich der Artikel auf die Vorstellung von DFS anhand von Draftkings.

DFS, Daily Fantasy Sports, ist aus dem Gedanken entstanden in kürzeren Zeitfenstern einen Sieger zu ermitteln. DFS Contests können so zum Beispiel für einen Spieltag oder nur für ein einziges Spiel angelegt sein. Die Anzahl der Spiele und der Zeitpunkt fasst man unter dem Begriff Slate zusammen. Die 19 und 22 Uhr Spiele in der NFL bilden den sogenannten Main Slate, wobei es meist auch einen Early Slate (19 Uhr) und einen Afternoon/Late Slate (22 Uhr) gibt.

CONTESTS

Für NFL gibt es unterschiedliche Game Style. Zum einen den Classic Game Style und zum anderen den Game Style Showdown. In Classic sind mindestens 2 Spiele im Slate, wohingegen Showdown nur für Einzelspiele spielbar ist. Für die Auswahl eures Teams habt ihr 50.000$ fiktive Dollar zur Verfügung. Der Content auf Fantasy-Dominator wird sich in der kommenden Saison erstmal nur auf Classic beschränken.

Nicht jeder Contest auf Draftkings ist gleich aufgebaut. Es gibt zum Beispiel Millionaire Maker Contests, bei denen bekommt der Sieger, wie der Name vermuten lässt, 1 Million Dollar als Gewinn. Doch spielt man in dem Contest gegen meist hunderttausend andere Spieler! Dies ist zum Einstieg nicht geeignet, doch wer sein Glück probieren möchte, sollte sich bewusst sein, dass dies eher einem Lotterie-Ticket ähnelt.

Besonders da diese Contests auch sehr viele erfahrene Spieler enthalten. Diese sind an sogenannten Badges zu erkennen, eine Erklärung der Badges liefert Draftkings selbst: https://de.draftkings.com/experience-badges. Das erste Badge erhält man nachdem 50 Contests gespielt wurden. Draftkings bietet für Einsteiger und Casuals (bis 500 Contests) unter dieser Begrenzung sogenannte Beginner-/Casual-Contests an, in denen nur Spieler ohne Badge beziehungsweise dem ersten Badge, also mit einer ähnlichen Erfahrung, teilnehmen dürfen. Bevor man also sein Geld in Contests mit erfahreneren Spielern steckt kann selbst Erfahrung gegen andere Einsteiger gesammelt werden. Es gibt auch häufig kostenlose Contests, in denen es Geld zu gewinnen gibt, diese sind ebenfalls geeignet am Anfang Erfahrung zu sammeln und vielleicht sogar die ersten Gewinne einzusammeln.

Contests werden in zwei große Kategorien eingeteilt. Zum einen gibt es Turniere oder auch GPPs (Grand Prize Pool) genannt und zum anderen gibt es so genannte Cash-Formate, diese umfassen DoubleUps und Head-to-Heads (H2H).
Bei Turnieren oder GPPs erhält der Sieger einen großen Anteil des Preispools und es gibt eine progressive Auszahlungsstruktur, das heißt der zweiter erhält einen geringeren Gewinn als der erste, der dritte erhält weniger als der vierte und so weiter. In Cash ist es egal ob man erster oder letzter im Auszahlungsbereich wird, dort erhält jeder, der im Auszahlungsbereich ist, denselben Preis. Wobei man in H2Hs nur gegen einen anderen Spieler gewinnen muss, wohingegen bei DoubleUp 10 von 23 gewinnen würden. Dies ist so, weil Draftkings bei jedem Contest eine gewisse Gebühr fürs Ausrichten des Contests von der Startgebühr, der sogenannten Entry Fee, nimmt.

Spielt man in einem GPP lieber sicher und zielt auf die untere Gewinnstufe ab, dann sollte drüber nachgedacht werden, lieber Cash zu spielen, da dort die Auszahlungsstruktur besser zu dem gewählten Spielverhalten passt. In Turnieren sollte es das Ziel sein oben mitzuspielen und dementsprechend auch die dafür erforderlichen Entscheidungen zu treffen.

BANKROLLMANAGEMENT

Eine alte Regel empfiehlt eine Aufteilung der Bankroll. Solltet ihr euch zum Beispiel vornehmen pro NFL-Slate 20$ einzusetzen, empfiehlt die 80/20 Regel, dass 80% des Einsatzes in Cash-Games (H2H und DoubleUps) investiert werden und 20% in Turniere. Diese Regel ist veraltet und sollte nicht allgemeingültig angewandt werden. Jeder sollte seine Bankroll entsprechend seinem Spielstil und seinem gewählten Ziel einsetzen. Ist es euer Ziel eure 20$ zu verdoppeln oder einfach zu vermehren, dann solltet ihr vielleicht 100% Cash spielen. Ist es euer Ziel Spaß zu haben, mitzufiebern und um einen großen Preis mitzuspielen, dann ist es für euch eventuell sinnvoller rein GPP zu spielen. Überlegt euch also ruhig vorher was euer Ziel ist und setzt euch dementsprechend erreichbare Erwartungen!
Joe Holka hat mich diesbezüglich in dieser Offseason erst erleuchtet. Er postet auf Youtube und Twitter öfter solche Themen: https://www.youtube.com/watch?v=RZr5kFhwVRk

Schaut da ruhig mal vorbei. Für weitere interessante Twitter-Follows neben den Fantasy-Dominator-Accounts schreibt mir gerne auf Twitter!

Im nächsten Artikel werde ich euch vorstellen auf was Ihr achten solltet bei der Aufstellung eines Lineups.

Wenn Ihr nun auch bei Draftkings durchstarten wollt könnt Ihr euch über folgenden Link anmelden: https://de.draftkings.com/r/Giambolo7

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Tobi

Braunschweig/ Lüneburg | Seattle Seahawks Fan seit der Onside Kick Recovery gegen die Packers 2014 | DFS und Dynasty