Im ersten Teil dieses Zweiteilers habe ich mich mit den Quarterback-Moves, die ich mir für dieses Jahr wünsche, beschäftigt. In diesem zweiten Teil möchte ich euch meine favorisierten Free Agency-Moves für den Supporting Cast der Quarterbacks – die Running Backs, Wide Receiver und Tight Ends – vorstellen. Da ein Einbeziehen aller Trade-Möglichkeiten jeden Rahmen sprengen würde, habe ich mich hierbei nur auf die Free Agents beschränkt.

Die Running Backs

Bei dieser Positionsgruppe habe ich mich schwer getan, geeignete Fits zu finden. Es sind zwar einige prominente Free Agents auf dieser Position vertreten, jedoch lösen Spieler wie Kenyan Drake, Todd Gurley oder James Conner keinerlei Fantasy-Begeisterung bei mir aus. Und die Leonard Fournettes und Chris Carsons dieser Welt sollten bei ihren Teams bleiben. Da gibt es kaum bessere Fits in meinen Augen.

Zudem ist in dieser Off-Season die Schnittmenge der Teams mit einem RB-Need, einer attraktiven Offense und dem nötigen Cap-Space ziemlich gering.

Anyway. Lasst uns schauen, was ich mir einfallen lassen konnte.

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Aaron Jones → New York Jets

Es klingt irgendwie abgedroschen, dass jeder Running Back, der bezahlt werden möchte, am Ende bei den Jets landet. Tatsächlich bin ich mir nicht sicher, ob die Jets nach dem Bell-Fiasko wieder einen solchen Weg einschlagen werden oder sollten. Jedoch sind die Jets für mich das einzige Team, das einigermaßen Sinn ergeben könnte, da sie zum einen einen RB gebrauchen können und zum anderen über den nötigen Cap-Space verfügen.

Für Jones‘ Fantasy-Value könnte es aber profitabel sein. Klar ist die Offense der Jets nicht vergleichbar mit der in Green Bay, doch schlechter als unter Adam Gase kann sie nicht mehr werden. Und ein Bell-Cow-Back in egal welcher Offense ist immer etwas wert. Denn: Opportunity is king!

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Mike Davis & Marlon Mack → Pittsburgh Steelers / Buffalo Bills / Green Bay Packers

Diese drei Destinationen sind für mich die attraktivsten für Running Backs in dieser Off-Season.

Die Steelers und die Packers, weil ihr jeweiliger #1 Running Back Free Agent geworden ist und ich nicht an einen Verbleib eines der beiden glaube. Bei beiden Teams muss aber noch einiges passieren, da beide deutlich im negativen Cap-Bereich liegen.

Bei den Bills haben wir alle eines ganz eindeutig gesehen: Devin Singletary und Zack Moss sind nicht die Lösung. Wenn dein Quarterback dein Leading-Rusher ist, hast du meistens ein Problem. Natürlich gehört das Laufspiel zu Josh Allens Stil einfach dazu, doch ein wenig Entlastung durch einen effektiven Running Back dürfte ihm alles andere als schaden.

Mike Davis hat als Christian McCaffrey-Vertreter in der letzten Saison gezeigt, dass er das Zeug zum Starter hat und verdient eine Chance, dies noch einmal unter Beweis zu stellen.

Marlon Mack wird in Indy keine Zukunft mehr haben. Jonathan Taylor ist einfach zu gut. Aber ich glaube, dass ein Mack in einer guten Situation noch einmal zu Fantasy-Relevanz finden kann.

Sollten die beiden in einem dieser Teams landen, sollten sie als brauchbare RB 2 auf eurem Fantasy-Radar für 2021 sein!

 

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Weitere gute Landing-Spots für Running Backs

  • San Francisco 49ers
  • Arizona Cardinals
  • Atlanta Falcons
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Die Wide Receiver

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Allen Robinson → Indianapolis Colts

Der vielleicht größte Name in der Free Agency.

Robinson zu Indy war lange lange Zeit mein favoriter Move der Free Agency. Ich hatte die Hoffnung, sie würden für einen hochkarätigen Quarterback traden (Watson oder Ryan) oder Dak Prescott signen.

Jetzt ist es also Carson Wentz. Begeisterung löst das bei mir nicht aus. Klar er wäre immer noch der beste Quarterback, den ARob jemals hatte. Aber Bro, die Latte liegt auch nicht gerade hoch.

Ich hatte dann nach einem anderen Landing Spot gesucht, aber ich bin immer wieder bei Indy hängen geblieben. Trotz Carson Wentz. Ich denke, dass Robinson als Alpha, T.Y. Hilton, den sie hoffentlich re-signen können, als Field Stretcher und Michael Pittman im Slot ein sehr cooles Trio bilden würden. Johnathan Taylor im Backfield und eine sehr gute O-Line – so viel kann Wentz dann auch nicht mehr kaputt machen, oder?

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Chris Godwin → Washington Football Team

Godwin will einen lukrativen Vertrag und ich bin nicht sicher, ob die Bucs gewillt sind, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Ich will es nicht ausschließen, aber für seinen Fantasy Value würde ich es lieber sehen, wenn er nach Washington wechselt.

Das Football Team braucht dringend einen zweiten WR von Format neben Terry McLaurin. Nach der Minshew-Verpflichtung (siehe Teil 1) haben sie genug Cap-Space, um Godwin einen attraktiven Deal bieten zu können. Neben einer bombastischen Defense hätte man nun auch eine Offense mit Minshew, Gibson, McLaurin, Godwin und Logan Thomas. Das würde sie für mich zum Favoriten in der NFC East machen, was aber auch nicht besonders schwierig ist.

Für Fantasy-Zwecke würde es Godwin ebenfalls gut tun, den Schritt aus Tampa nach Washington zu wagen. Das klingt erstmal komisch, aber Brady verteilt die Bälle auf so viele Receiver, dass es das Upside aller Spieler immer ein wenig deckelt. So hatte Godwin z.B. nur ein einziges 100+ Yard-Spiel in der vergangenen Saison.

Ich denke, in Washington würde er deutlich mehr Targets sehen und er könnte sein volles Potenzial entfalten.

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A.J. Green → Miami Dolphins

Ich denke A.J. Green’s Zeit in Cincinnati ist vorbei. Mit Tee Higgins haben sie einen würdigen Nachfolger gefunden, der zudem eine sehr gute Connection zu Joe Burrow zu haben scheint. Einen neuen Vertrag wird er bei den Bengals wohl ebensowenig bekommen wie den Franchise Tag. Also auf zu neuen Ufern.

Miami ist für mich eine sinnvolle Option. Die Dolphins waren nah dran an den Playoffs und werden sich mit dem #3 Pick wahrscheinlich nicht unbedingt verschlechtern. Bestimmt werden sie auch über Ja’Marr Chase oder DeVonta Smith nachdenken, aber ein A.J. Green mit seiner Erfahrung kann auch ein guter Mentor für einen dieser Rookies sein, sollte Miami sich für einen der beiden entscheiden. Tua hatte eine durchwachsene Rookie-Saison und mehr gute Passempfänger sollten sein Leben deutlich einfacher machen. Zudem würde eine Verpflichtung des ehemaligen All-Pro Receivers Räume schaffen für DeVante Parker und Preston Williams.

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Will Fuller → Cincinnati Bengals

Will Fullers Zeit in Houston ist mit großer Wahrscheinlichkeit zuende. Er wird keinen langfristigen Vertrag bei einer Franchise unterschreiben, die so chaotisch geführt wird wie Schalke oder der HSV. Mit dem Franchise Tag müssten die Texans ihm im kommenden Jahr knapp 16 Mio. $ zahlen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie darauf eingehen.

Nach dem Abgang von A.J. Green (s.o.) ist wieder Platz für einen weiteren WR im Corps der Cincinnati Bengals. Und ein Typ wie Fuller fehlt noch im Roster, denn auch John Ross, der von den Anlagen her Fuller noch am nächsten kommt, ist Free Agent und konnte bisher nur durch Verletzungen auffallen.

Mit Higgins als Alpha, Boyd im Slot und Fuller als Speedster sieht das Receiving-Corps der Bengals doch nicht schlecht aus.

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Weitere gute Landing-Spots für Wide Receiver

  • New England Patriots
  • New York Jets
  • Baltimore Ravens
  • Kansas City Chiefs
  • Las Vegas Raiders
  • Tennessee Titans
  • Green Bay Packers
  • Chicago Bears
  • Detroit Lions
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Die Tight Ends

Die Tight End-Position ist in der Free Agency ehrlich gesagt nicht sehr spannend dieses Jahr. Natürlich sind Namen wie Hunter Henry und Jonnu Smith als Free Agents schon interessant, aber da für mich der beste Platz für sie in den Teams ist, in denen sie bereits sind, ist es müßig darüber zu sprechen.

Der prominenteste Free Agent, bei dem ein Wechsel so gut wie safe ist, ist Jared Cook. Aber da kriege ich auch kein Hörnchen, über ihn zu schreiben.

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Mögliche Tight Ends on the Move

  • Zach Ertz
  • Eric Ebron
  • Kyle Rudolph
  • Jimmy Graham

Gute Landing-Spots für Tight Ends

  • New England Patriots
  • Cincinnati Bengals
  • Indianapolis Colts
  • Jacksonville Jaguars
  • Arizona Cardinals
  • Seattle Seahawks
  • Carolina Panthers
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Lukas min 150x150 - Wünsch dir was: Die besten Fits der Free Agency 2021
Lukas

Geseke, NRW | Das erste Spiel, das ich gesehen habe, war der Superbowl XLVI New York Giants vs. New England Patriots. Seitdem trotz Niederlage Tom Brady-Fan | Hobby-Fantasy Football-Analytiker